Finkenwerder

Der Rüschpark - wo die Elbe nach Fernweh riecht

Zeigen Sie uns Ihren Lieblingsplatz der Entspannung! Anne Stark beobachtet vom Rüschpark in Finkenwerder aus Container-Riesen auf dem Strom.

Finkenwerder. Für einen Tag entspannen und Abstand vom Alltag gewinnen - das geht auch zu Hause. In der großen Sommer-Serie "Urlaub im Süden von Hamburg" besucht das Hamburger Abendblatt mit den Lesern die Orte, an denen sie sich am besten entspannen können.

Im dritten Teil zeigt Anne Stark ihren maritimen Lieblingsplatz im Rüschpark in Finkenwerder.

"An so manchen Tagen riecht die Elbe hier richtig nach Fernweh", sagt Anne Stark und blickt auf ein vorbeifahrendes Containerschiff. Die 51-Jährige hat ihren Lieblingsplatz nur vier Fahrradminuten von zu Hause gefunden. Im Rüschpark, auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Werft in Finkenwerder, schaut sie den kleinen und großen Pötten auf der Elbe hinterher. Als die Deutsche Werft 1973 geschlossen wurde, wurden die Anlagen in den neu angelegten Rüschpark miteinbezogen. Anne Stark verbringt ihre Zeit am liebsten auf den sogenannten Helgen. Auf diesen Bauplätzen, die in die Elbe hineinragen, wurden die Schiffe gebaut. "Heute wirken sie wie Balkone zur Elbe hin", so Anne Stark. Mit einem Geländer eingefasst und mit Bänken und Tischen ausgestattet, laden die Helgen heute zum Sitzen ein.

Mit Besuchern oder ihrem Mann und einem gut gefüllten Picknickkorb fährt die Journalistin gern hierher und verbringt ein paar Stunden an der Elbe mit Blick auf Teufelsbrück. "Wenn wir das iPad dabei haben, schauen wir auch gern beim Schiffsmeldedienst nach. Dort ist aufgelistet, welche Schiffe auf der Elbe unterwegs sind. Wenn es sich lohnt, bleiben wir gern ein paar Minuten länger", so Anne Stark. Schiffe, auf die es sich lohne zu warten, seien in der Regel jedoch nicht die großen Kreuzfahrtschiffe.

"Mein Herz hängt an den Containerschiffen", sagt die Journalistin, "auf so einem bin ich nach Westafrika gefahren." Die nächste Reise mit dem Containerschiff soll durch den Panama- oder Suezkanal führen. Bis dahin schaut sie den Schiffen auf der Elbe hinterher, beobachtet den Lotsenwechsel.

Hinter den Helgen ragt das neu gebaute Hotel Rilon empor. "Dort kann man sich in einen Strandkorb oder an die Bar setzen", erzählt Anne Stark. Für Kinder ist zwischen den Helgen ein Spielplatz eingerichtet. Obwohl die Helgen leicht zu erreichen sind - die Fähre 64 hält an der Haltestelle "Rüschpark" direkt zwischen ihnen - finden in der Regel dennoch nur Einheimische hierher. Anne Stark kann deshalb nicht verstehen, warum Finkenwerder oft verkannt wird. "Viele denken, hier sei nur Airbus, dabei gibt es tolle Backstein- und Kapitänshäuschen und mit dem Rad kann man schöne, ausgedehnte Touren am Wasser oder durch die Apfelplantagen machen", sagt die 51-Jährige.

Zeigen auch Sie uns Ihren liebsten Ort der Entspannung und gewinnen Sie mit ein bisschen Glück ein iPad oder iPhone. Wichtig ist, dass der Ort öffentlich zugänglich ist. Fotografieren Sie einfach sich und Ihren Lieblingsort und/oder senden Sie eine E-Mail mit einer kurzen Beschreibung und einer Telefonnummer, unter der wir Sie erreichen können, an harburg@abendblatt.de