IGS in Wilhelmsburg

Pfingst-Regen kostet Gartenschau Besucher

Das lange Pfingst-Wochenende sollte der Durchbruch der Internationalen Gartenschau werden. Doch die Feiertage waren in Hamburg kühl, zeitweise regnete es sogar kräftig. Die Veranstalter wollen jetzt für die Sommerbepflanzung werben.

Hamburg. Mehr als 21 000 Menschen haben am Pfingstwochenende die Internationale Gartenschau (igs) in Wilhelmsburg besucht. Allein am Sonntag seien 11 500 gekommen, sagte igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten am Montag der dpa. „Bei den kühlen Novembertemperaturen von 13 Grad und bedecktem Himmel ist das durchaus eine gute Zahl, natürlich nicht die, die wir uns erhofft hatten. Bei schönem Wetter wären es deutlich mehr gewesen.“ Das Wetter habe der Stimmung auf der Gartenschau jedoch nicht geschadet. Die Gäste seien vor allem aus Norddeutschland, aber auch Skandinavien gekommen. Spontanbesucher aus der Region hätten sich dagegen rargemacht.

Insgesamt war der Gästezuspruch seit dem ebenfalls verregneten Start der Gartenschau am 26. April verhalten. Um das Ziel von 2,5 Millionen Besucher an 171 Tagen bis Mitte Oktober zu erreichen, müssten rechnerisch 14 620 Menschen täglich kommen. Angesichts der schlechten Wetterprognose für die kommenden Tage erwartet Baumgarten keine schnelle Trendwende bei den Besucherzahlen.

Die Veranstalter setzen jetzt auf den anstehenden Sommerflor, der mehr Besucher anlocken soll. Die Reisebranche sei gerade erst in die Saison gestartet, für den Sommer gebe es schon zahlreiche Ticketanfragen. „Da wird mit Sicherheit noch mal Schub kommen.“ Spontanbesucher sollen verstärkt mit Werbespots im Radio angelockt werden. Mit Blick auf die Kritik an zu teuren Tickets sagte Baumgarten kategorisch: „Wir werden nicht die Eintrittspreise verändern.“

Eine Sättigung des Interesses am Thema Gartenschau sieht Baumgarten nicht. „Die Dichte der Gartenschauen hat in den letzten Jahren in ganz Deutschland zugenommen“, räumte er ein. Aber es habe sich immer wieder herausgestellt, dass es eine gesicherte Besucherzahl gebe, auch europaweit. Die igs habe bereits Gäste aus Schweden, Dänemark, Lettland, den Niederlanden und Österreich begrüßt. Nur aus Großbritannien, dem klassischen Land der Gartenfreunde, seien bislang eher zufällig Touristen vorbeigekommen.

Das Konzept der igs unterscheide sich zudem von anderen ähnlichen Veranstaltungen, weil zu ihren Schwerpunkten auch Sport, Bewegung, das Thema Religion und besondere Hallenschauen zählten. „Bei dem Stammpublikum wird das nicht zu einer Ermüdung, sondern eher zu einer Neugierde führen, um das Besondere hier zu entdecken“, meinte er.