Harburg

Christdemokraten wollen BOD ausbauen

Die Harburger CDU wendet sich gegen Streichungspläne des Projekts "Bezirksverwaltung 2020"

Harburg. Die CDU-Fraktion der Harburger Bezirksversammlung ist entschieden gegen Pläne des Projekts "Bezirksverwaltung 2020". Das Projekt steht unter Federführung einer Lenkungsgruppe, der alle Bezirksamtsleiter angehören. Die Lenkungsgruppe überlegt derzeit, die Hälfte der Kundenzentren der Bezirksämter einzusparen. "Dabei wird auch das Kundenzentrum im ehemaligen Ortsamt Süderelbe in Neugraben als unwirtschaftlich dargestellt, so dass es geschlossen und die Aufgabenwahrnehmung im Kundenzentrum Harburg konzentriert werden könnte", sagt der CDU Fraktionsvorsitzende Ralf-Dieter Fischer. Der CDU-Mann kontert: "Derartige Überlegungen stehen im krassen Gegensatz zu dem immer wieder beteuertem Ziel, die Bezirke zu stärken. Für die CDU ist die Aufgabe eines kundenfreundlichen und bürgernahen Standortes der Verwaltung nicht hinnehmbar. Das Kundenzentrum Süderelbe muss auch in Hinblick auf eine Stärkung des Ortszentrums Neugraben erhalten bleiben."

Gleichzeitig fordert die oppositionelle CDU Bezirksamtsleiter Thomas Völsch (SPD) auf, sich dafür einzusetzen, dass der Bezirkliche Ordnungsdienst (BOD) in Harburg nicht aufgelöst oder reduziert wird. "Wir lehnen eine Verlagerung der Stellen auf die Innenbehörde ab", sagte Fischer, "damit würden die Kosten nur verlagert." Der BOD soll laut Fischer keine "Abzettelorganisation gegen Parksünder" sein. Doch ohne einen BOD im Bezirk Harburg käme es zu mehr Verschmutzung und Vermüllung in ganzen Stadtbereiche. "Der BOD", sagte Fischer, "hat sich bewährt und müsste eigentlich ausgebaut werden."