Harburg

Streit um die Stellenbesetzungen beim ASD Harburg

Bezirksamtsleiter: Stellen beim Allgemeinen Sozialen Dienst werden immer nachbesetzt

Harburg. Es geht um das Kindeswohl: Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) betreuen Familien, in denen Eltern ihre Kinder vernachlässigen - eine für die ASB-Mitarbeiter durchaus belastende Betreuungsarbeit für die ASB-Mitarbeiter. Auch deshalb gibt es häufige Wechsel trotz einer inzwischen angehobenen Bezahlung. Mit Blick auf den Tod der siebenjährigen Jessica oder den Methadon-Tod von Chantal - ASD-Mitarbeiter waren in den Fällen ebenfalls hohen Belastungen ausgesetzt - beantragte die CDU in der Bezirksversammlung, Sorge dafür zu tragen, dass beim ASD alle Mitarbeiterstellen auch bei Urlaub und Krankheit besetzt bleiben.

Letztendlich ist der Antrag mit namentlicher Abstimmung durch die SPD-Mehrheit abgewiesen worden. Linke, Grüne und FDP hatten dem CDU-Antrag zugestimmt. Bezirksamtsleiter Thomas Völsch sagte, es sei bereits ein CDU-Antrag in gleicher Sache in der Bürgerschaft zurückgewiesen worden, weil der ASD ein Schonbereich sei und Stellen grundsätzlich nachbesetzt würden. Claudia Loss (SPD): "In Harburg sind zur Zeit zwei ASD-Stellen frei. Das Bewerbungsverfahren ist bereits abgeschlossen, das Besetzungsverfahren läuft. In ganz Hamburg sind zwölf von 342 ASD-Stellen zur Zeit nicht besetzt. Das ist die beste Stellenbesetzung die der ASD je hatte."