Lüneburg

Zukunftstagung: Bürger sollen mitgestalten

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Am Wochenende wollen die Lüneburger diskutieren, wohin sich ihre Stadt entwickeln wird

Lüneburg . Mehr Bürgerbeteiligung hatte Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) bereits im Gespräch mit dem Abendblatt über seine Vision für Lüneburg im Jahr 2030 ausgegeben - das war im Mai vergangenen Jahres. Gemeinsam mit der ZukunftsWerkStadt Lüneburg, DialogN, der Leuphana Universität geht die Stadtverwaltung jetzt einen kräftigen Schritt in diese Richtung: Am Sonnabend, 23. März, findet die erste Zukunftstagung im Glockenhaus statt.

Um 17 Uhr ist ein Dialogforum mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge geplant, um sich der Frage "Wo wollen wir hin?" für Lüneburg zu nähern. Geöffnet ist das Haus unter dem Motto "Bürger/in gestaltet Stadt" aber von 9.30 bis 19.30 Uhr: für Austausch, Informationen und Gespräche. Neben einer Diskussion über die Frage "Was ist gutes Leben und Nachhaltigkeit in Lüneburg?" werden Workshops zu Ernährung, Stadtentwicklung und anderen Themen angeboten. Auf einem Markt der Möglichkeiten können Ehrenamtliche, Aktive und solche, die es werden wollen oder die einfach nur neugierig sind, sich über verschiedenste Initiativen in Lüneburg informieren.

Außerdem wird die neue Initiativen-Landkarte vorgestellt, auf der alle 270 Initiativen der Stadt eingezeichnet sind. Wer Ergänzungen vornehmen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Nicht nur Stephan Seeger von DialogN hofft auf rege Beteiligung: "Bei der Zukunftstagung kann jeder mitmachen, sie schafft Gelegenheiten für Austausch mit anderen Bürgern, Bürgerinnen und Akteuren sowie mit der Verwaltung, um gemeinsam Ideen für ein gutes, nachhaltiges Leben in Lüneburg zu entwickeln." Dementsprechend ist die Programmplanung noch nicht endgültig: Wer einsteigen und sich im Glockenhaus darstellen möchte, nimmt Kontakt zu Seeger auf, per E-Mail an s.seeger@dialogn.de oder unter 04131/284 28 55.

Dr. Karl-Heinz Rehbein, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hansestadt Lüneburg, sagt: "Wir möchten gern von den Einwohnern der Stadt erfahren, welche Prioritäten sie sich vorstellen." In diesem Sinne sei die Tagung als neue Form der Bürgerbeteiligung zu verstehen. "Die ZukunftsWerkStadt insgesamt dient ja dazu, hier neue Formen zu erproben." Denkbar sei, dass mit dem Projekt dauerhafte Strukturen entstehen, für den Umgang mit Themen, die als wichtig erachtet werden und die offene Bürgerbeteiligung. Für die Verbindung zwischen Theorie und Praxis steht in diesem Zusammenhang die Leuphana Universität.

Gemütlich, aber mit ernstem Hintergrund soll die Zukunftstagung ausklingen. DialogN und die Umweltgruppe der Wilhelm-Raabe-Schule haben ein öffentliches Abendessen auf dem Marktplatz organisiert. Die Aktion ist Teil der alljährlichen, internationalen Earth Hour als Zeichen gegen den Klimawandel. Die Stadt schaltet für eine Stunde die Straßenbeleuchtung rund um den Platz aus, auch Rathaus und Heine-Haus werden dunkel sein. Privat- und Geschäftsleute können sich ebenso beteiligen: Sie brauchen einfach nur zwischen 20.30 und 21.30 Uhr das Licht auszuknipsen.

( (carol) )

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