Harburg

Harburg soll Kosten für Ponton allein tragen

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer lehnt finanzielle Beteiligung ab

Harburg. Die Verzögerung des geplanten Brückenschlags über den Lotsekanal schlägt weiter hohe Wellen. Bei der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses teilte Dietmar Gehrt, Fachbereichsleiter Konstruktive Ingenieurbauwerke beim Landesbetrieb Straße, Brücken und Gewässer, mit, der LSBG lehne jede Verantwortung für die nun notwendig werdende Pontonbrücke von sich. Nicht einmal die Betriebskosten für das Provisorium wolle die Behörde übernehmen.

Das wird von Harburgs Grünen heftig kritisiert. "Nachdem wir uns schon damit abfinden mussten, dass die Brücke aufgrund massiver Fehlplanungen des Landesbetriebs zur IBA nicht mehr fertig wird, hätten wir erwartet, dass der LSBG wenigstens öffentlich zu seiner Verantwortung steht", so Fraktionschef Kay Wolkau. Und es könne erst recht nicht sein, dass nun auch noch die Betriebskosten für den Ponton in Höhe von geschätzten 15.000 Euro auf den Bezirk Harburg zurückfielen.

Weil der LSBG die Komplexität der Aufgabe offenbar unterschätzt habe, hält es Daniel Völkoi, stadtplanungspolitischer Sprecher der Fraktion, nun für angemessen, wenn die Behörde dem Bezirk "auf pragmatische Weise" entgegen kommt. "Der Bezirk Harburg kann das nicht allein ausbaden."

Diskutiert wurde im Stadtplanungsausschuss zudem über das Projekt Landschaftsbrücke, siehe Artikel am Fuß der Seite.