Lüneburg

Ein Netzwerk soll resistente Keime eindämmen

Landkreis Lüneburg klärt über wachsende Gefahr auf. Ziel ist eine bessere Kooperation

Lüneburg . Weitergabe von Wissen über Hygiene und Aufklärung über problematische Keime: Dieses Ziel verfolgt der Landkreis Lüneburg mit einem neuen Hygiene-Netzwerk, das das Gesundheitsamt unter der Leitung von Dr. Marion Wunderlich aufbaut.

Hintergrund: Die Zahl der Infektionen mit multiresistenten Keimen steigt und ist eine ernst zu nehmende Gefahr für Patienten. "Mit dem Hygienenetzwerk verbessern wir die Kooperation und Vernetzung von allen Einrichtungen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg, die an der Patientenversorgung beteiligt sind", sagte Landrat Manfred Nahrstedt, "das ist ein wichtiger Schritt, um das Hygienebewusstsein der Gesundheitsexperten weiter zu stärken."

Der Landkreis Lüneburg hat den Hygienebereich des Gesundheitsamts daher ausgebaut und im vergangenen Jahr eine halbe Facharzt- und eine halbe MTA-Stelle ausgeschrieben. Zusätzlich gibt es eine neue Stelle für einen Gesundheitsaufseher. Ziel des neuen Netzwerks ist es laut Kreissprecherin Katrin Holzmann, "die infektionshygienische Situation in Krankenhäusern, ambulanten Praxen, Pflegediensten, Krankentransporten und auch bei den Bürgerinnen und Bürger selbst zu verbessern". Das nächste Treffen des Netzwerks ist für Juni geplant.