Harburg

Schonfrist für den Beachclub am Veritaskai

Der Pachtvertrag zwischen Gastromom Heiko Hornbacher und der Hamburger Finanzbehörde wird für ein weiteres Jahr verlängert.

Harburg. Die Saison 2013 ist für den Harburger Beachclub am Veritaskai und für seine Besucher gesichert. Gerade wurde der Pachtvertrag für dieses Jahr zwischen der Stadt - die Fläche im Harburger Binnenhafen gehört der Hamburger Finanzbehörde - und Gastronom Heiko Hornbacher verlängert. "Natürlich freue ich mich darüber, dass wir diese Saison, die ja bald beginnt, jetzt auch planen können", so Heiko Hornbacher. Allerdings lässt der Gastronom, der nach eigenen Angaben mit seinem "Veritas Beach" Hamburgs größten und einzigen Beachclub direkt am Wasser betreibt, keinen Zweifel daran, dass er sich mehr Planungssicherheit für die nächsten Jahre wünscht.

Seit 2004 hat Harburg im Binnenhafen einen Beachclub. Schon damals ließen Bezirk und Stadt gegenüber Hornbacher keinen Zweifel daran, dass diese insgesamt rund 6600 Quadratmeter große Fläche bebaut werden soll. Damals gab es mit Frank Lorenz, der zur Zeit auf der Harburger Schloßinsel baut, auch einen Projektentwickler. Lorenz wollte auf die Fläche am Veritaskai ein Hotel bauen. Lorenz plante und suchte einen Investor und Betreiber. Die Suche scheiterte. Die Pläne wurden nicht umgesetzt. Hornbacher konnte mit seinem Beachclub bleiben, jedoch unter einer Prämisse: Sobald ein Investor auftauche, müsse er umziehen. Eine Ausweichfläche gibt es zwar am Treidelweg im Binnenhafen. Bevor Hornbacher dort aber seinen Beachclub eröffnen kann, müsste die gesamte Kaianlage saniert werden. Dafür fehlt derzeit das Geld.

Für einen Unternehmer wie Hornbacher aber ist Planungssicherheit wichtig. "Ich kann mir eigentlich nur wünschen, dass diese Fläche auch in Zukunft zu teuer bleibt, um sie zu vermarkten, damit ich hier bleiben kann. Denn der Beachclub braucht einen Standort mitten im Binnenhafen, um nicht an Attraktivität zu verlieren", sagt Hornbacher. Inzwischen ist der Beachclub am Veritaskai weit über die Grenzen Harburgs bekannt. Harburgs Bezirksamtsleiter Thomas Völsch (SPD) ist sich sehr wohl bewusst darüber, dass der Beachclub zu einem echten Magneten im Binnenhafen geworden ist. Firmen aus Hamburg und Harburg feiern hier ihre Feste, Hornbacher organisiert verschiedene Großveranstaltungen. Zu Spitzenzeiten zählen Hornbachers Mitarbeiter mehr als 1000 Gäste, die sich auf der 4500 Quadratmeter großen Strandfläche aufhalten, Volleyball spielen, in ihren Strandliegen den Blick auf den Hafen genießen oder zum essen in den Beachclub kommen. "Immer mehr Menschen arbeiten und leben künftig im Harburger Binnenhafen, der sich zum echten Wohnquartier entwickelt. Ich kann den Wunsch nach Planungssicherheit sehr wohl verstehen, allerdings sind dem Bezirk da auch die Hände gebunden", sagt Völsch. Andererseits gehe er, so Völsch weiter, davon aus, dass auch im nächsten Jahr eine Fläche für den Beachclub im Binnenhafen zur Verfügung stehe.

"Hier im Binnenhafen passieren immer mehr Dinge, die deutlich über die Bezirksgrenzen hinaus strahlen, der Beachclub ist so eine Institution. diese Fläche am Veritaskai ist dennoch nach wie vor in der Planung für die Bebauung. Bei mir hat aber bisher noch niemand einen Bauantrag gestellt", sagt der Bezirksamtsleiter.

Für Heiko Hornbacher bleibt die Sache also nach wie vor ein Spiel auf Zeit. Er kann nur darauf hoffen, dass die Stadt und ein künftiger Investor ihm genügend Zeit zum Umzug lassen, wenn denn die Fläche tatsächlich bebaut werden wird. Immerhin muss der Gastronom nicht nur Zelt und Bretterbuden abbauen, sondern auch rund 1000 Tonnen Sand abtransportieren, "und die Fläche besenrein übergeben", so Hornbacher.