Musikalisches Experiment in der Maschener Friedenskirche

Ramelsloh. Bach trifft Rock: in Konzerten, die am Sonnabend und Sonntag, 16. und 17. Februar, jeweils um 19 Uhr in der Ramelsloher Stiftskirche aufgeführt werden. In einem riesigen Aufgebot von 200 Chorsängern, Gesangssolisten und Instrumentalisten - Profis, Studenten und Laien - finden die Matthäus-Passion des "13. Apostel" und die Rockoper "Jesus Christ Superstar" zusammen.

Schon vor zwei Jahren glückte dieses Experiment in der Maschener Friedenskirche. Karten für 19 Euro gibt es bei Stoffträume in Maschen, Knolles Markt in Ramelsloh und in der Teeinsel Ohlendorf. Restkarten an der Abendkasse sind je nach Verfügbarkeit für 25 Euro zu haben.

Zu hören sind Luciano di Gregorio (Jesus), Max Niemeyer (Judas), Henrike Petter (Ary Magdealene) Anna Philipp (Sopran), Professorin Anne-Dorothea Pahl (Alt), Svjatoslav Martynchuk (Tenor), Professor Jörn Dopfer (Bass), der Chor der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre der Kirchengemeinden Maschen und Ramelsloh. Es spielen die Projektorchester und -band der Friedenskirche Maschen unter Leitung von Konzertmeisterin Meike Heinemann. Die Aufführung besorgen Professor Cornelius Trantow und Pascal F. Skuppe.

Beide Werke kontrastieren stark: Bachs oratorische Passion nach dem Matthäus-Evangelium mit teilweise doppelchöriger Besetzung, wegen ihrer Überlänge zu Lebzeiten des Komponisten kaum aufgeführt, war gedacht als Bestandteil des evangelischen Gottesdienstes, in dem damals opernhafte Kompositionen unerwünscht waren. Andrew Lloyd Webber hat seine Rockoper ganz anders konstruiert und Judas die Rolle einer Art intellektuellen Korrektors zugeschrieben. "Herausgekommen ist ein Werk voller Dramatik und Widersprüchlichkeiten, voller Glauben und Zweifel, voller Spott und Ernst", sagen die Veranstalter.

Wie Trantow und Skuppe diese Widersprüche auflösen und ob das überhaupt gelingen kann, werden die Aufführungen klären.