Neues Bauland soll Buchholz vor sinkender Einwohnerzahl retten

Buchholz. Buchholz wächst. Die Nordheidestadt zählte zum Stichtag 31. Dezember 2012 nach eigenen Angaben 41.083 Einwohner, inklusive derjenigen, die einen Zweitwohnsitz angemeldet haben. Damit ist die Einwohnerzahl im Vergleich zum Vorjahr um 517 gestiegen. "Wenn wir die Geburtenzahlen betrachten, relativiert sich der Trend jedoch", erklärt Bürgermeister Wilfried Geiger. Gab es im Jahr 2002 beispielsweise noch 437 Geburten, waren es 2012 nur noch 300.

Das heißt, ohne das Plus bei den Zuzüglern würde die Buchholzer Einwohnerzahl deutlich sinken. "Die Auswirkungen einer schrumpfenden Bevölkerung auf die Infrastruktur wären dramatisch", sagt Geiger. Die Auslastung von Kindergärten, Schulen, Sportanlagen, Vereinen oder Geschäften nähme ab. Das wiederum hätte zur Folge, dass die Stadt in eine Abwärtsspirale geriete und insgesamt unattraktiver werden würde.

Um das zu verhindern, müsse Buchholz laut Geiger neues Bauland ausweisen. Denn mit der Zahl der Baugenehmigungen nehme auch die Zahl der Neubürger zu. Mit einigen Jahren Verzögerung ist zudem ein Anstieg bei den Geburten in den Neubaugebieten zu verzeichnen. "Aus sich heraus wird Buchholz nicht mehr wachsen, der demografische Wandel steht dem entgegen", sagt Geiger. Die logische Konsequenz ist für ihn deshalb, dass die Stadt noch mehr Gebiete für Wohnungen und Firmen schaffen müsse. Schon heute sei die Nachfrage nach Baugrundstücken größer als das Angebot.

Große Hoffnungen setzt er in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek), das in den kommenden Wochen an den Start geht. Es stelle demografische Fragen in den Mittelpunkt und mache unter anderem deutlich, welche Kostenlawine auf öffentliche und private Haushalt zukomme, wenn die Bevölkerung schrumpft.