Mehr Verkehr durch Umgehung

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Probleme in Finkenwerder sind gelöst, doch nun sorgen Autokolonnen für Ärger in Neuenfelde

Neuenfelde. Seit ihrer Eröffnung am 12. Dezember vergangenen Jahres erfüllt die neue Umgehungsstraße Finkenwerder ihren Zweck: Sie führt den Verkehr von bis zu 25.000 Fahrzeugen pro Tag um Finkenwerder herum und entlastet damit die bislang stark strapazierte Ortsdurchfahrt. Und weil die Umgehung, die mit offiziellem Namen als Bezirksstraße den Namen "An der Alten Süderelbe" trägt, nun in beiden Richtungen für flüssiges Vorwärtskommen zwischen Hamburg/Autobahnelbtunnel und dem Landkreis Stade sorgt, nutzen immer mehr Autofahrer diese Verbindung.

Doch der zunehmende Verkehr hat auch seine Schattenseiten. Darauf machen die Bewohner der Region Neuenfelde/Cranz aufmerksam: Vom Neuenfelder Hauptdeich - westlich von Finkenwerder - ist es ihren Worten nach für Autofahrer jetzt deutlich schwieriger geworden in die Seitenstraßen Neuenfelder Damm und Estedeich abzubiegen. Ebenso müssen Fußgänger auf dem Weg zum Fähranleger Neuenfelde lange auf eine Lücke warten, um die Fahrbahn überqueren zu können.

Dass etwas getan werden muss, darüber sind sich Bewohner einig und wollen in der Sache zusammenarbeiten. Günter Piehl (SPD), Helmut Stemmen (CDU), Manfred Hoffmann von der Bürgervertretung Neuenfelde-Francop-Cranz, Horst Herbert Basner vom Arbeitskreis Dritte Meile Altes Land und Boy Friedrich vom Arbeitskreis Cranz haben die Probleme aufgelistet. Günter Piel will einen Antrag für Verbesserungen in die Bezirksversammlung einbringen und hofft, dass sich alle Fraktionen den Forderungen anschließen werden.

Piehl: "Die Abzweigungen zum Neuenfelder Damm und zum Estedeich werden erheblich mehr belastet. Eine sinnvolle Steuerung des Straßenverkehrs findet nicht mehr statt." Wer nach links in den Neuenfelder Damm oder den Estedeich abbiegen will, muss lange auf eine Lücke im Gegenverkehr warten. Und wer aus den Seitenstraßen nach links auf den Hauptdeich abbiegen will, der muss gar auf eine Lücke in beiden Fahrtrichtungen warten. Piehl: "Die Wartezeiten haben bereits unzumutbare Werte angenommen."

Für Fußgänger, die Bushaltestellen auf der Deichseite erreichen müssen oder zum Fähranleger der Este-Linie zu den Landungsbrücken über die Straße müssen, haben in den Morgenstunden große Schwierigkeiten, rechtzeitig das Schiff zu erreichen, da die Verkehrsdichte nur selten ein Überqueren am Cranzer Hauptdeich zulässt. Besonders groß sei die Unfallgefahr in der dunklen Jahreszeit.

Piehl: "Die Schwierigkeiten mit der problematischen Verkehrsdichte auf diesen Straßen und die Gewährleistung von Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer lassen sich nur durch Lichtzeichenanlagen sinnvoll und zweckmäßig bewältigen. Die Lichtzeichenanlagen werden der erforderlichen Verbesserung des Verkehrsflusses sowie der Entschärfung gefahrenträchtiger Verkehrssituationen dienen".

Die Umgehungsstraße Finkenwerder ist noch nicht für Schwertransporte über 44 Tonnen freigegeben. Prüfungen stehen vor dem Abschluss.

( (gip) )

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