"Herr der Maden" informiert über Kriminalbiologie

Stade. Nichts für schwache Nerven ist der Vortrag, des bekannten Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke am Sonnabend, 2. Februar, um 19.45 Uhr im Stadeum, Schiffertorsstraße 6. In Wort und Bild gibt der Kriminalbiologe Einblicke in sein Aufgabengebiet.

Als "Herr der Maden" sind für ihn Blutspritzer, Spermaflecken, aber vor allem Fliegen und eben Maden wichtige Indizien bei der Aufklärung von Straftaten. Mit seiner Analyse verschiedener Insekten, die auf Leichen gefunden wurden, konnte schon unzähligen Verbrechern weltweit das Handwerk gelegt werden.

Mark Benecke ist jemand, der das öffentliche Interesse sucht und "seine" Wissenschaft auch mal gerne durch den Kakao zieht. Benecke erklärt die Bedeutung von Käferfraß, Schmeißfliegenlarven und Madenbefall für die kriminalistische Spurensicherung so anschaulich und unterhaltsam wie wissenschaftlich detailliert.

Nach dem Studium der Biologie, Zoologie und Psychologie in Köln mit Promotion absolvierte Benecke diverse polizeitechnische Ausbildungen im Bereich der Rechtsmedizin in den Vereinigten Staaten, darunter an der FBI-Academy.

Benecke wird als Sachverständiger herangezogen, um auch die verstecktesten biologischen Spuren bei vermuteten Gewaltverbrechen mit Todesfolge auszuwerten. Benecke veröffentlichte mehrere populärwissenschaftliche Bücher, unter anderem über Kriminalfälle, Kriminalbiologie und das Altern aus biomedizinischer Sicht.

Karten für den Infotainment-Abend zur Kriminalbiologie kosten 22,40 Euro, Schüler und Studenten sowie Rollstuhlfahrer mit Begleitung zahlen 19,10 Euro. Karten gibt es telefonisch unter 04141/40 91 40, im Internet unter www.stadeum.de sowie bei allen bekannten Stadeum-Vorverkaufsstellen.