Fetziges Sylt-Musical mit viel Bühnenprominenz

Harburg. Das Harburger Theater führt Dietmar Loefflers Musical "Sylt - ein Irrtum Gottes?" auf. Der schmissige Liederabend um Promis, Politiker, Insel-Patriotismus, Intrigen und Sex hatte im vergangenen Jahr seine bejubelte Uraufführung an den Hamburger Kammerspielen. Premiere in Harburg ist am Donnerstag, 31. Januar, um 20 Uhr.

Dietmar Loeffler lässt den Größenwahn auf der Prominenteninsel ausufern. Die Nordsee-Schickeria fühlt sich von Berlin ausgebeutet und fasst deshalb den Plan, Sylt zu einem unabhängigen Freistaat zu erklären. Politiker werden daraufhin auf das Eiland eingeflogen und mit Viagra und Schampus abgefüllt. Eine Journalistin bekommt Wind von der Orgie und will die Story hochkochen.

Zu viele Klischees? Offenbar nicht, denn Sylts Bürgermeisterin Petra Reiber sagte nach der Uraufführung an den Kammerspielen, sie sehe Parallelen zur Realität.

Loeffler besetzt sein Sylt-Musical mit Bühnenprominenz: Musical-Star Carolin Fortenbacher mimt die Insel-Patriotin Friese, die im Unabhängigkeitskampf sogar den Walküren-Schlachtruf aus Richard Wagners "Ring" schmettert. Popsängerin Ella Endlich ("Küss mich, halt' mich, lieb' mich") gibt die sexy Skandalreporterin und Fabian Harloff, den das Fernsehpublikum aus der ZDF-Krimiserie "Notruf Hafenkante" kennt, bleibt auch am Theater der seichten Küsten-Unterhaltung treu. Das Ensemble singt witzige Texte zu bekannten Melodien von George Michael, Queen, Lionel Richie oder Jerry Lee Lewis.

"Sylt - ein Irrtum Gottes", bis 9. Februar, Harburger Theater, Karten-Telefon: 040/428 713 604

( (tsu) )

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