Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Einfach auf dement machen

10. Januar: "Schwarz gefahren, schwarz geärgert"

Ich wohne in Harburg und bin seit einigen Jahren Rentner. Vergangenen Sommer hatte ich einen Termin bei einem Facharzt in Hamburg, sehr früh am Morgen. Da ich mich mit den Fahrkartenautomaten nicht so genau auskenne, war ich zunächst etwas ratlos, entschloss mich dann aber - um allem Ärger aus dem Wege zu gehen - lieber eine teurere Fahrkarte zu kaufen als eine "Untermaßige". Ich fuhr ab Harburg Rathaus los, und es kam wie es kommen musste - Fahrkartenkontrolle. Völlig mit mir im Reinen zeigte ich dem Kontrolleur eine Karte. Wider Erwarten dröhnte mir lautstark in die Ohren: "Sie haben keinen gültigen Fahrtausweis, ich muss Sie aufschreiben! Ihren Ausweis, bitte." Zahlreiche Mitreisende blickten zu mir, ich war etwas verwirrt und wurde unsicher. Mein Hinweis, dass ich mir sicher sei, doch eher überzahlt zu haben, wurde mit der Antwort quittiert: "Ich habe meine Vorschriften und Sie keinen gültigen Fahrausweis!" Es erfolgte der Papierkram und Aushändigung einer Zahlkarte, verbunden mit der Belehrung, ich könne ja zum Hühnerposten gehen und dort alles klären. Nach dem Arztbesuch investierte ich etwa anderthalb Stunden, um die richtige Stelle zu finden, um mein Anliegen vorzutragen. Dort erhielt ich tatsächlich den zu viel bezahlten Betrag ausbezahlt, die Fahrkarte wurde eingezogen und mir eine andere (richtige!) ausgehändigt, damit ich nach Hause fahren konnte. Nun frage ich mich, wer hier wohl der Klügere ist? Die im Artikel beschriebene Frau - von der ich vermute, dass sie mit diesem Trick jeden Tag fährt - oder ich, der keine Peinlichkeit begehen wollte und bereit war, mehr zu bezahlen. Vielleicht sollte ich in Zukunft bei Reisen nach Hamburg angesichts meines Alters einen auf "Demenz" machen und auf Milde hoffen.

Armin Maywald

Keiner fällt unangenehm auf

9. Januar: "Hundeverbot auf dem Markt sorgt für Ärger"

Ich bin seit circa 20 Jahren Wochenmarktkunde. Mir fällt auf, dass das Marktgeschehen zurückgeht. Ich bin selbst Hundehalter und finde es albern, ein Hundeverbot auszusprechen. Ich sehe sehr selten Hunde auf dem Markt, und wenn doch, dann fällt kein Hundebesitzer mit seinem Hund unangenehm auf. Den Wochenmarkt mit einem Supermarkt zu vergleichen hinkt. Der Wochenmarkt kann durch die neuen Schilder nicht attraktiver werden!

Andrea Schulz

Und plötzlich ist sie da

12 Januar: "Zum IBA-Start nur eine Baustelle"

Warum wundere ich mich nicht? Das war doch vorauszusehen, dass Harburg stiefmütterlich behandelt wird. Aber die IBA kommt wohl genauso plötzlich wie Weihnachten auch immer so plötzlich kommt. Man kann nur den Kopf schütteln und bald verzweifeln. Ich habe in meiner Kinder- und Jugendzeit gelernt, möglichst vorauszuplanen mit allen Eventualitäten. Aber dies scheint hier völlig vergessen worden zu sein. Hier wird zugegeben, dass Harburg erst spät auf den Gedanken IBA kam... Wilhelmsburg liegt auch Hunderte Kilometer entfernt.

Holger Peters

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Schreiben Sie an harburg@abendblatt.de oder an das Hamburger Abendblatt, Regionalausgabe Harburg & Umland, Harburger Rathausstraße 40, 21073 Hamburg