DGB Harburg mischt sich dieses Jahr in Mindestlohndebatte ein

Harburg. Beim Jahresempfang des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in den Räumen der Geschäftsstelle am Schloßmühlendamm 4 in Harburg rechnete DGB-Ortsverbandsvorsitzender Detlef Baade in seiner Ansprache für dieses Jahr mit Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Harburg durch eine nachlassende Konjunktur.

"Überbrückungen von Auftragsschwächen sollten durch Kurzarbeitsregelung unbürokratisch und flexibel gestaltet werden", sagte Baade. Entlassungen seien die schlechteste Lösung. Harburg brauche auch mehr Ausbildungsplätze für junge Leute.

Der DGB in Harburg will sich mit seinen Forderungen insbesondere während des Bundestagswahlkampfes ins politische Geschehen einmischen. Baade: "Beschäftigung zu Dumpinglöhnen, befristete Anstellungen und Leiharbeit müssen wir bekämpfen. Wir fordern den Mindestlohn."

Am Jahresempfang des DGB in Harburg hatten neben Bezirksamtsleiter Thomas Völsch, Bezirkshandwerksmeister Dierk Eisenschmidt, Vertretern der Politik auch Wolfgang Abel, neuer Landeschef von Ver.di Hamburg, Nachfolger von Wolfgang Rose, teilgenommen. Das DGB-Servicebüro wird den Angaben nach zunehmend in Anspruch genommen für Beratungen zu Tarifverträgen, Rente, Behinderungen oder auch Arbeitslosigkeit.

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2013 sollen die gewerkschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Beate Müller-Gemmeke, und Bundesminister a. D. Heiner Geissler (CDU) nach Harburg kommen.