Wilhelmsburg

"Hamburger Terrassen" entstehen

In Anlehnung an die traditionellen Hamburger Terrassen mit ihren kleinteiligen Hinterhofbauten aus der Gründerzeit entsteht am Schlöperstieg ein neues Wohnquartier.

Wilhelmsburg. Ein Richtkranz in den Wilhelmsburger Farben Blau-Weiss-Gelb krönt den Neubau auf dem Eckgrundstück Schlöperstieg/Kurdamm in Wilhelmsburg. Er zeigt den Baufortschritt auf dem ersten von drei Baufeldern des IBA-Projekts "Neue Hamburger Terrassen". Die Neue Hamburger Terrassen oHG errichtet im ersten Bauabschnitt auf dem Grundstück ein Mehrfamilienhaus mit 49 Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte, die 100 Kindern Platz bieten wird.

In Anlehnung an die traditionellen Hamburger Terrassen mit ihren kleinteiligen Hinterhofbauten aus der Gründerzeit entsteht am Schlöperstieg ein neues Wohnquartier aus insgesamt sechs Gebäuden mit 94 Wohneinheiten - das Investitionsvolumen beträgt rund 30 Millionen Euro. Mit den "Neuen Hamburger Terrassen" sollen "innovative Wohnformen" mit teils geförderten Mieten entstehen. Am Gebietseingang der Internationalen Gartenschau (igs) realisieren die Bauherren das erste Gebäude, das vorrausichtlich im März 2012 fertig gestellt werden wird.

"Mit den Neuen Hamburger Terrassen entstehen in Wilhelmsburg erneut innovative Wohnformen mit geförderten Mieten. Es wird viel Wert auf den integrativen Aspekt und auf gute Nachbarschaft gelegt, denn das ist Wilhelmsburg und soll es auch bleiben: Unterschiedliche Menschen mit unterschiedlicher Herkunft wohnen miteinander auf der schönen Elbinsel. Dieses Bauprojekt wird ein Gewinn für Wilhelmsburg werden", sagte Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD).

Ein Grundgedanke bei der Planung dieses Mehrfamilienhauses ist es, ein familienfreundliches Umfeld für die Bewohner zu schaffen. Mit der Einrichtung von Gemeinschaftsräumen soll das nachbarschaftliche Zusammenleben unterstützt werden. In sogenannten Laubengängen können sich die Bewohner begegnen und beisammen sein. "Mit diesem Konzept entsteht für die Nutzer eine optimale Möglichkeit zur Begegnung. Durch die Kindertagesstätte bietet sich auch für junge Familien aus der Umgebung eine gute Chance, in einem integrativen Miteinander zu leben", sagte der Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA) Uli Hellweg.

Wenn das Gebäude fertig ist, zieht Kindertagesstätte "Tigerente", die derzeit im Kurdamm 8 ihren Sitz hat, am Schlöperstieg ein und wird 60 Elementar- und 40 Krippenplätze anbieten. Derzeit werden am Kurdamm 40 Kinder betreut.

Das neue Wilhelmsburger Mehrfamilienhaus wird nach dem Entwurf des Büros hauschild + siegel architecture (Kopenhagen, Malmö, Hamburg) gebaut. Neben freifinanzierten Wohnungen wird es Wohnungen mit geförderten Mieten geben, da die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt das Projekt anteilig fördert.