Verfahren für Wilhelmsburger Landschaftsschutzgebiet gestartet

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) hat jetzt das Verfahren für das Landschaftsschutzgebiet "Wilhelmsburger Elbinsel" gestartet.

Wilhelmsburg. Die Behörden haben bis zum Dienstag, 5. Juli, die Möglichkeit, sich zum Entwurf der Landschaftsschutzverordnung zu äußern. Im Oktober können Bürger im Rahmen der öffentlichen Auslegung Anregungen und Bedenken vorbringen. Der Ort und der Zeit der Auslegung wird noch öffentlich bekannt gemacht. Die endgültige Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 durch den Senat erfolgen, so BSU-Sprecher Volker Dumann.

Das künftige Landschaftsschutzgebiet umfasst eine Fläche von etwa 750 Hektar. Es erstreckt sich im Wesentlichen auf die zusammenhängenden landwirtschaftlich als Grünland, Acker- und Gartenbauland genutzten Flächen im Osten der Wilhelmsburger Elbinsel östlich und westlich der Autobahn A 1. Weitere Flächen liegen beiderseits der Straße Kornweide an der Autobahnauffahrt Stillhorn. Bestandteil des Schutzgebietes ist auch die Talniederung der Wilhelmsburger Dove-Elbe.

"Mit dem Landschaftsschutzgebiet 'Wilhelmsburger Elbinsel' wird eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands mit einer besonders hohen Bedeutung für den Naturschutz, für das Landschaftsbild und für die Erholung bewahrt", sagt Dumann. Das Gebiet werde besonders durch wertvolles altes Dauergrünland und eine Vielzahl an Gräben geprägt. Hier leben eine große Anzahl von Amphibien-, Fisch-, Vogel- und Insektenarten.