"Plattdüütsch in't Stellwerk"

Foto: Thomas Sulzyc

Schauspielerin Sandra Keck moderiert neue Veranstaltungsreihe "PiSte"

Harburg. Ohnsorgstar Sandra Keck ist die Galionsfigur einer neuen Plattdeutsch-Reihe in Harburg. Die Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin moderiert ab März den monatlichen Sonntags-Frühschoppen "Plattdüütsch in't Stellwerk". Zur Premiere am 13. März in der Bahnhofsbühne "Stellwerk" singt sie Songs aus ihrem aktuellen Soloprogramm. Ihr Gast wird Gerd Spiekermann sein, bekannt aus der NDR-Reihe "Hör mal'n beten to".

Veranstalter ist der Verein "Musik im Gespräch", der seit Eröffnung der Bahnhofsbühne vor fünfeinhalb Jahren die gleichnamige Reihe organisiert. "Plattdüütsch in't Stellwerk" wird ein Forum für bekannte Künstler und Talente sein: "Die Reihe soll ein Sprungbrett sein", sagt Sandra Keck, "für das sieben Jahre alte Mädchen, das Gedichte vorträgt, oder Bands, die noch unentdeckt sind."

Die neue Plattdeutsch-Reihe, kurz "PiSte" genannt, wird allen Genres ein Forum geben: Lesungen, Konzerte mit Bands oder Chören und kurze szenische Aufführungen von Theatergruppen sind vorgesehen. Ernst Brennecke, Vorsitzender des Vereins "Musik im Gespräch, stellte gestern das neue Angebot für Plattdeutsch-Pistengänger vor: Einmal im Monat, immer an einem Sonntag um 11 Uhr, gibt es im "Stellwerk" die Plattdeutsch-Show zu sehen. Sollte Sandra Keck wegen ihres Jobs am Ohnsorg-Theater einmal keine Zeit haben, wird der Heimfelder Verleger Peer-Marten Scheller als Moderator einspringen.

Die Gäste für die "PiSte"-Reihe bis zum Sommer stehe bereits fest: Am 10. April sind die Autorin Frauke Petershagen und Yared Dibaba, bekannt aus dem NDR, Gäste von Sandra Keck. Reimer Bull und Peer-Marten Scheller bestreiten das Programm am 15. Mai. Heidi Mahler, Tochter von Heidi Kabel, und Walter Marquardt folgen am 5. Juni.

Sandra Keck, 43, stammt aus Harburg und lebt seit einem Jahr wieder in dem Stadtteil Eißendorf. 2008 erhielt sie den Niederdeutschen Literaturpreis der Stadt Kappeln. Die Schauspielerin und Regisseurin am Ohnsorg-Theater steht, wie sie selbst sagt, für ein "jüngeres Plattdeutsch". Sandra Keck singt Songs der Soul-Diva Amy Winehouse auf Platt und inszenierte ein Rockmusical in der Sprache. In dem populären und leicht verständlichen "Ohnsorg-Platt" will Sandra Keck auch im "Stellwerk" moderieren.

"PiSte - Plattdüütsch in't Stellwerk" mit Sandra Keck und Gerd Spiekermann, Sonntag, 13. März, 11 bis 13 Uhr, "Stellwerk" im Bahnhof Harburg, Eintritt: zehn Euro.