Harburg

Viel Nässe und Tristesse an der Wetterfront

Foto: Matthias Kabel

Anfang Dezember macht der Winter eine kurze Pause

Harburg/Lüneburg/Stade. Hinter der Wetterumstellung steckt ein kleines Privattief, das mit milderen Luftmassen von den Beneluxstaaten herandrängt.

Es sorgte am Sonntag für leichte Plusgrade, sodass der anfängliche Schneefall in Schneeregen oder Regen mit Glatteisbildung übergeht. Bis zur Wochenmitte pendeln die Werte dann um den Gefrierpunkt, bevor uns voraussichtlich ab Donnerstag ein neuer Ausbruch skandinavischer Kälte erwischt. Dann geht das eisige Spiel von Dauerfrost und Schnee von neuem los - mindestens bis zum dritten Advent.

Vom Barbaratag heißt es: "Geht Barbara (4. Dezember) im Grünen, kommt's Christkind im Schnee". Wertet man längere Klimareihen aus, dann lässt sich dazu sagen: Liegt um den Barbaratag kein Schnee, so ist im norddeutschen Flachland mit einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent auch das Christfest grün angestrichen. Hat sich aber - wie derzeit - Anfang Dezember schon eine Schneeauflage gebildet, können wir mit zuversichtlichen 70 Prozent wenigstens an einem Tag zwischen dem 24. und 26. Dezember mit der weißen Pracht rechnen. Diesen positiven Trend bestätigt auch die aktuelle Vier-Wochen-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes.

Das sprichwörtlich trübe Novemberwetter fiel in der Region diesmal noch ein gutes Stück trauriger aus als üblich. Dafür sorgten sowohl die enormen Niederschläge, die um ein Drittel zu üppig ausfielen, als auch dreizehn völlig sonnenscheinlose Tage. Vorstöße subtropischer Warmluft im ersten und zweiten sowie ein arktischer Kaltlufteinbruch im letzten Monatsdrittel, bestimmten die Temperaturen. So hatte der November von frühlingshaften 14 Grad bis zu eisigen minus acht Grad alles im Angebot. Acht Frostnächte entsprachen fast genau dem 30-jährigen Klimamittel (1961 bis 1990), während die Anzahl der Eistage (ganztägig Frost) mit vier, gegenüber dem üblichen einen Tag, deutlich zu hoch ausfiel. Über den Monat gesehen glichen sich die Temperaturgegensätze allerdings weitgehend aus. Mit dem November ging der meteorologische Herbst zu Ende.

Mit mittleren 9,3 Grad war der Herbst im Raum Harburg einen Tick (0,4 Grad) zu kühl, während die Sonne mit 290 Stunden nur ein kleines Minus in Höhe von fünf Prozent zu verzeichnen hatte.