Harburg

Schüler setzen 5000 kleine Bäume in Eißendorfs Waldboden

Temperaturen unter null Grad und leichter Schneefall störten die 23 Kinder der Klassen 7 a und 8 d des Harburger Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums nur wenig.

Harburg. Trotz der Wetterlage beteiligten sie sich an einer Pflanzaktion, die vom Elektronikkonzern Panasonic Deutschland und der Revierförsterei Eißendorf im Forstort "Stuck" organisiert worden war. Panasonic will bis 2018 der "grünste" Konzern der Unterhaltungselektronik-Branche werden. Und Hamburg trägt den Titel "Europäische Umwelthauptstadt 2011", wobei der Bezirk Harburg über die flächenmäßig größten Naturschutzgebiete im Stadtgebiet verfügt und die Patenschaft für den Grasfrosch im Revier Eißendorf übernommen hat. Und das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium trägt seit 16 Jahren die Auszeichnung "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21 Schule". Für den Erhalt des Titels legen sich die Schüler mit Unterstützung ihrer Lehrer Dagmar Bergholter, Yvonne Masolff-De Nardo und Robert Groth auch jedes Jahr mächtig ins Zeug, hatten unter anderem schon vor zwei Jahren Bäume auf dem Schulhof gepflanzt. Nun unterstützten sie Revierförster Bernd Schulze und seine Leute, buddelten mit Spaten kleine Löcher in den Waldboden und pflanzten junge, etwa 50 Zentimeter hohe Buchen, die Panasonic gestiftet hatte - insgesamt gut 5000 Stück. Für die Pflanzaktion hatte Förster Schulze Flächen auf 20 Hektar des Waldgebiets markiert.

Schulze: "Wir haben durch Aufforsten im Eißendorfer Forst bereits eine gute Durchmischung von Laub- und Nadelgehölzen erzielt. Wir bewirtschaften einen Erholungswald für die Bewohner der Stadt und pflegen keine Monokulturen. Entsprechend unanfällig sind die einzelnen Bäume gegen Schädlinge. So stellen wir auch wenig Befall und Ausbreitung des Borkenkäfers fest." Kommendes Jahre, Hamburgs Jahr als Umwelthauptstadt, will sich auch der Bezirk Harburg mit einigen Aktionen beteiligen. Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg: "Wir breiten ein umfangreiches Programm vor. Nichtsdestotrotz ist es unumgänglich, dass auch die gesellschaftlichen Kräfte in Sachen Umweltschutz aktiv werden. Dass sich Schülerinnen und Schüler aus dem Bezirk für umweltpolitische Belange Einsetzen begrüße ich außerordentlich."