Harburg
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Wenn eine Böe über die See fegt

In dieser Woche zeigte sich der Herbst wieder von seiner ungemütlichen Seit, es stürmte und regnete.

Und kennt ihr diese Windstöße, die plötzlich ums Haus fegen, ganz kurz und kräftig? Manchmal sind sie so kräftig, dass sie sogar Bäume entwurzeln können. Eine sogenannte Böe entsteht meistens, wenn der Wind sich dreht. Wetterexperten sprechen von einem solchen Wetterphänomen, wenn die Windgeschwindigkeit innerhalb weniger Sekunden kräftig zunimmt. Eine Böe, die immer wieder kommt, hat sogar einen Namen, zum Beispiel Boorga. Das ist ein böiger Wind in Alaska. Besonders gefährlich können Windböen auf hoher See werden: Hier gibt es hin und wieder Weiße Böen. Sie kommen ohne Vorwarnung, lassen die See stürmisch und gefährlich werden. Oft ist es dann sehr neblig, es regnet oder schneit kräftig. Seefahrer fürchten diese Wetterlage. Aber im Laufe der Zeit habe sie gelernt, woran sie ein drohende Weiße Bö erkennen: Es bilden sich weiße Schaumkronen auf dem Wasser.

Zu solch einem starken Wind kommt es zum Beispiel, wenn in den Wolken, die besonders hoch liegen, plötzlich der Luftdruck einbricht. Dann wird stoßartig eine regelrechte Luftlawine ausgelöst. Das dauert meistens nur wenige Sekunden. Früher wurde eine Weiße Bö als Seemannsgarn abgetan und von vielen Seglern unterschätzt. Deshalb kamen viele in ihr um.