Harburg

20 000-Euro-Spende stockt Hospiz-Stiftung auf

"Finanziell ist das ein Riesenschritt nach vorn", freuten sich die beiden Vorsitzenden der Bürgerstiftung Hospiz Nordheide, Hans- Joachim Röhrs und Hans Dittmer, als sie jetzt einen Scheck über 20 000 Euro von Irene Vorwerk entgegennehmen durften.

Tostedt. Seit 13 Jahren setzt sich die Witwe des Tostedter Unternehmers Friedrich Vorwerk im Rahmen der "Irene und Friedrich Vorwerk-Stiftung" für wissenschaftliche, kulturelle und soziale Zwecke ein. "Den Hospiz-Gedanken halten wir für außerordentlich sinnvoll", erklärt Irene Vorwerk, warum sie und ihr dreiköpfiger Stiftungsrat Christian Weiß, Hanjürgen Grabner und Klaus-Dieter Ehlen sich entschlossen haben, die Einrichtung am Buchholzer Krankenhaus erneut zu unterstützen.

Hans Dittmer betont, dass die Summe der Bürgerstiftung nicht als Spende, sondern als Zustiftung zugute kommen wird. Im Gegensatz zur Spende, die zeitnah ausgegeben wird, erhöht eine Zustiftung den Kapitalstock. "Ein solides Vermögen ist uns deshalb wichtig, damit wir das Hospiz dauerhaft unterstützen können. Denn dazu wollen wir auch noch in der Lage sein, falls die Spenden eines Tages vielleicht weniger werden."

In den vergangenen Jahren habe sich der Spenderkreis für die "Bürgerstiftung Hospiz Nordheide" stetig erweitert, informiert Hans-Joachim Röhrs. Es gebe viel positive Resonanz durch die Angehörigen der rund 600 Gäste, die bislang in dem Hospiz betreut wurden. Seit Gründung der Stiftung im Jahr 2003 seien mehr als 11 500 Einzelspenden eingegangen, manche Geldgeber hätten auch mehrfach gespendet.

"Für eine so tolle, sinnvolle Sache spende ich wirklich gern; das merke ich auch immer dann, wenn in Todesanzeigen darum gebeten wird, keine Blumen oder Kränze zu kaufen, sondern das Geld lieber auf das Konto eines Hospizes zu überweisen", meint Irene Vorwerk. Ein weiterer guter Grund, die Bürgerstiftung zu unterstützen, liege in der Ungewissheit, wie der eigene Lebensweg irgendwann zu Ende geht: "Niemand kann schließlich wissen, ob er eines Tages nicht selbst die verbleibende Zeit in einem Hospiz verbringen wird."