Harburg

Arbeitslosigkeit in Stadt und Land weiter auf Abwärtskurs

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Im Bezirk Harburg und im Landkreis Harburg ist die Zahl der Arbeitslosen im September verglichen mit dem Vormonat weiter zurückgegangen.

Harburg Winsen Buchholz. Der Anteil der Arbeitslosen gegenüber der Anzahl der Beschäftigten liegt im Landkreis Harburg nun bei 4,9 Prozent, im Bezirk Harburg fast doppelt so hoch bei 9,7 Prozent. Damit bildet der Bezirk Harburg in der Arbeitslosenquote das Schlusslicht unter den sieben Hamburger Bezirken. Dennoch ist erfreulich, dass der Abwärtstrend auch im Süden Hamburgs weiter anhält. Im August lag die Quote noch um 0,3 Prozent höher und vor einem Jahr gar um 0,5 Prozent. In tatsächlichen Zahlen schrumpfte der Anteil der Arbeitslosen um 301 auf 9890.

Ines Rosowski: Agentur für Arbeit, Geschäftsstelle Harburg: "Die positive konjunkturelle Weiterentwicklung ist zu spüren. Der weitere Bedarf an Fachkräften wird dazu führen, dass alle Personengruppen davon dauerhaft profitieren. Insbesondere der betrieblichen Ausbildung muss ein besonderer Stellenwert eingeräumt werden, da nur so dauerhaft der Fachkräftebedarf gedeckt werden kann." Gesucht werden Verkäuferinnen oder auch Bürofachkräfte in Voll- und Teilzeit, insbesondere Speditionskaufleute. Zahntechniker, Kranken- und Gesundheitspfleger, Pflegedienstleiter und Altenpfleger sind ebenso gefragt wie Handwerker im Tiefbau, Maler/Lackierer, Betriebsschlosser oder auch Berufskraftfahrer und Lageristen.

Die für den Landkreis Harburg zuständige Agentur in Lüneburg meldet für die Geschäftsstelle Winsen einen Rückgang um 237 auf 2293 Arbeitslose und eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent, für die Geschäftsstelle Buchholz eine Verringerung um 270 auf 3872 Arbeitslose, Quote 4,8 Prozent. Agentur-Vorsitzender Bernd Passier: "Der Arbeitsmarkt findet wieder Anschluss an den 2008 jäh beendeten Aufschwung. Wir haben annähernd das Niveau wie vor Beginn der Wirtschaftskrise erreicht. Ausschlaggeben für die aktuelle Entwicklung waren betriebliche Neueinstellungen vorwiegend junger Fachkräfte, die nach ihrer Ausbildung vorübergehend arbeitslos waren. Zudem konnten im September auch zahlreiche Jugendliche mit einer Berufsausbildung beginnen."

Die Agentur meldet einen Anstieg um 504 auf 2002 Stellenangebote. Der Fachkräftebedarf wächst.