Harburg

SPD und GAL fordern Waschhaus

Mitte-Regionalausschüsse tagen heute erstmals wieder nach der Sommerpause

Wilhelmsburg/Finkenwerder. Zu ihren ersten Sitzungen nach der Sommerpause treffen sich heute die Regionalausschüsse Wilhelmsburg/Veddel sowie Finkenwerder. Die Sitzung des Regionalausschusses Wilhelmsburg/Veddel findet diesmal nicht im Wilhelmsburger Rathaus, sondern um 18 Uhr im IBA-Dock auf der Veddel Am Zollhafen 12 statt. Die Sitzung in Finkenwerder beginnt um 17.30 Uhr im Steendiek 33 (Sitzungssaal). Beide Ausschüsse beginnen mit einer öffentlichen Fragestunde.

Im IBA-Dock wird eine Vertreterin der Hamburg Port Authority (HPA) den Ausbau der Peutestraße auf der Veddel vorstellen. Anschließend referiert ein Vertreter der Deutschen Bahn über Umbaumaßnahmen am Bahnhof Veddel.

SPD und GAL fordern den Bau eines Waschhauses auf dem Friedhof Finkenriek im Süden Wilhelmsburgs. Hintergrund: Aktuell existieren in Hamburg Grabflächen für Muslime auf den Friedhöfen in Bergedorf, Öjendorf, Ohlsdorf und Finkenriek. Nur auf dem Friedhof Finkenriek gibt es keine Waschräume für Muslime. Nach den Regeln des Islams wird der Leichnam vor der Beisetzung einer rituellen Waschung unterzogen. Erst nach der Waschung kann ein Muslim bestattet werden.

Die Abgeordneten fordern deshalb den Bau eines etwa 40 Quadratmeter großen Waschhauses auf dem Friedhofsgelände. "Immer mehr Muslime haben den Wunsch in Hamburg bestattet zu werden", sagen SPD und GAL. "Das ist nicht nur ein Zeichen der wachsenden Integrationsbereitschaft, sondern auch Ausdruck dafür, dass immer mehr Zuwanderer Hamburg als ihre Heimat ansehen. Ein Waschhaus würde zu einer verstärkten Nutzung des Angebotes führen und es mehr Bürgern muslimischen Glaubens ermöglichen, am Ort ihres Lebens bestattet zu werden." Derzeit leben rund 20 000 Muslime auf den Elbinseln und in Harburg.

Die Wilhelmsburger CDU macht sich Sorgen über "Anlieferbelästigungen" bei Marktkauf am Wilhelm-Strauß-Weg. Durch Sattelkraftfahrzeuge mit einer Länge von 16,50 Metern komme der Verkehr am Wilhelm-Strauß-Weg und in der Wittestraße "minutenlang zum Erliegen". Der Marktkauf-Mutterkonzern Edeka Nonfood-CM möge die "Behinderungen, Belästigungen und Gefährdungen" beseitigen.

Die Finkenwerder Sozialdemokraten sind der Auffassung, dass die Autofahrer vor dem Parkeingang im Rüschweg zu schnell fahren - erlaubt ist derzeit Tempo 50. Die SPD fordert die Einführung einer Tempo-30-Zone ab der Straße Neßdeich bis hinter den Eingang zum Rüschpark. Begründung: "Viele Kinder queren die Straße", es seien "gefährliche Situationen für Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr zu beobachten." Die Finkenwerder CDU fordert indes, dass das "wilde Parken" im Gorch-Fock-Park unterbunden wird - derzeit können Pkw oft ungehindert durch den Westeingang fahren.