Harburg
Null-Energie-Haus

Diese Jesteburger Häuser heizen sich selbst

Foto: Evelin Hartmann

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Unter diesem Motto wurde gestern die Grundsteinlegung der "Jesteburger Sonnenhäuser" in der Straße Im Lohmoor begangen.

Jesteburg. Fünf Null-Energie-Häuser sollen hier auf 3 000 Quadratmetern entstehen und bis zum Herbst 2011 bezugsfertig sein. Investitions-Volumen: 2 500 000 Euro.

"Mit den Sonnenhäusern möchte ich den Nachweis führen, dass Null-Energie-Häuser mit heutiger Technik zu Kosten erstellt werden können, die mit den Preisen für konventionelles Bauen durchaus konkurrieren können", erklärte Bauherr und Journalist Karl-Ulrich Kuhlo, Gründer des Nachrichtensenders n-tv, in seiner Ansprache vor Nachbarn sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Und um das zu beweisen, wird er mit seiner Familie eines der zweigeschossigen Häuser beziehen. Für die Mieter der anderen 140 bis 160 Quadratmeter großen Häuser entfällt die Strom und Heizrechnung. Denn die Häuser sollen nicht nur ihren eigenen Energiebedarf decken, an manchen Tagen werden sie sogar einen Überschuss erwirtschaften, der ins Stromnetz der Energieversorger eingespeist werden soll. Eine extrem Wärme dämmende Bauweise, Wärmespeicher nach KfW-Passivhausstandard, kleine, verbrauchsoptimierte Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen, Leuchtdioden (LED) für das Grundlicht sowie moderne, energiesparende Haushaltsgeräte sollen es möglich machen.

"Damit sparen die Sonnenhäuser im Vergleich zu herkömmlichen Einfamilienhäusern jedes Jahr mehr als 20 Tonnen Kohlendioxid ein", freute sich Karl-Ulrich Kuhlo.

Möglich macht das die niedersächsische Baufirma "Heinz von Heiden Massivhäuser", deutschlandweit Experten im Bau von Massiv- und Passivhäusern. Finanzpartner des Projekts ist die Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Auch der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, war in das Heidedorf gekommen, um dem Bauherrn zu seiner Investition zu gratulieren - ebenso wie Reiner Rempe, Erster Kreisrat des Landkreises Harburg sowie Hans-Heinrich Höper, Bürgermeister der Samtgemeinde Jesteburg.