Harburg

Der Fall Slawik C. vor dem Kreisausschuss

Im nicht öffentlichen Kreisausschuss des Landkreises Harburg am Montag, 9. August, wird Harburgs Landrat Joachim Bordt den Kreistagsabgeordneten einige Frage beantworten müssen.

Winsen. Der Fall Slawik C. steht auf der Tagesordnung des Ausschusses. Bordt wird die Arbeitsweise der Ausländerbehörde des Landkreises und die Umstände, die letztendlich zur Verhaftung des 58 Jahre alten Mannes, der mit seiner Familie in Jesteburg lebte, erklären müssen.

Wie die SPD-Fraktion im Kreistag haben auch die Grünen ihre Zweifel daran, ob die Ausländerbehörde korrekt gearbeitet hat oder einfach nur die Akte abschließen wollte. Die Vorwürfe des Flüchtlingsrates Niedersachsen, die Ausländerbehörde und das Amtsgericht Winsen hätten "schlampig" gearbeitet, wiegen schwer. Laut Flüchtlingsrat habe sich die Ausländerbehörde wissentlich falsche Papiere für Slawik C. besorgt, um den Mann "endlich" abschieben zu können.

Wie mehrfach berichtet, sind seit dem Freitod von Slawik C. immer mehr Ungereimtheiten in der Arbeitsweise der Behörde bekannt geworden. Unter anderem wollen die Grünen jetzt von Bordt wissen, wann genau ein offizieller Dolmetscher für Slawik C. am Tag seiner Festnahme im Kreishaus hinzu gezogen worden sei. Außerdem wollen die Grünen wissen, ob die armenischen Papiere, mit denen Slawik C. abgeschoben werden sollte, auf ihre Echtheit hin überprüft worden seien.