Kommentar

Tierschutz darf kein Geschäft sein

Es ist Urlaubszeit. Und leider landen in diesen Wochen viele Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde und Katzen auf der Straße und damit letztlich in Tierheimen.

Was mal als niedlicher, kleiner Welpe angeschafft wurde, wird jetzt für viele Tierhalter zum Problem, weil die Urlaubskasse die Unterbringungskosten für das Tierchen in einer Pension angeblich nicht mehr hergibt und Oma keine Zeit zum Einhüten hat. Also weg damit. Und die wenigsten dieser Tierhalter haben den Mumm, ihre Tiere selbst im Tierheim abzugeben. Sie setzen sie einfach aus.

Eingefangen werden die Tiere dann in den meisten Fällen von Polizeibeamten, die sie in den Tierheimen abliefern. Gerade in dieser Zeit ist es umso wichtiger, dass Gemeinden und Tierschutzvereine gut und eng zusammenarbeiten. Anstatt sich gegenseitig das Vertrauen zu entziehen oder gar mit Vertragskündigung zu drohen, sollten sich beide, Gemeinden und Tierschutzvereine, ihrer besonderen Verantwortung gegenüber den Tieren in dieser Zeit bewusst sein. Natürlich müssen dann auch beide Vertragspartner mit offenen Karten spielen.

Offen gespielt werden muss aber auch innerhalb der Tierschutzvereine. Leider nutzen die Mitglieder solcher Tierschutzorganisationen viel zu selten ihre Kontrollfunktion gegenüber den Vereinsvorständen aus. Auch Tierschutz ist inzwischen ein Geschäft geworden, mit dem sich eine Menge Geld verdienen lässt. Aber das darf nicht der Sinn der Sache sein.