Harburg

Spuren Harburger Geschichte auf dem Alten Friedhof

Helms-Museum lädt zu einer Führung durch die Anlage ein

Harburg. Wichtige Harburger Persönlichkeiten der vergangenen 200 Jahre liegen auf dem Alten Friedhof an der Bremer Straße begraben - das Helms-Museum erzählt ihre Geschichten: Bei einer Führung am Donnerstag, 26. Juni, geht es zu den Gräbern bekannter Familien, Unternehmer und Künstler. Bei der zwei Stunden dauernden Spurensuche erfahren die Besucher auf ungewöhnliche Weise viel über die Harburger Geschichte.

Das "Who ist Who" Harburgs aus dem 19. und 20. Jahrhundert ist zwischen Bremer Straße, Maretstraße, Baererstraße und Harmsstraße bestattet worden: Senator Carl Maret etwa, der Fabrikant Eduard Weinlich oder Baurat Johann Heinrich Blohm. Namhafte Bildhauer haben die Grabstätten gestaltet. Der Friedhof wurde 1828 eingeweiht. Später ersetzte er den bisherigen Soldatenfriedhof am Schwarzenberg als Garnisonsfriedhof. Gefallene aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurden hier beerdigt. Die letzten Beisetzungen, zumeist auf bestehenden Familiengräbern, gab es 1969.

Im Jahr 1984 wurde der Friedhof unter Denkmalschutz gestellt. Seit 2006 kümmert sich der Verein zur Pflege des Alten Friedhofs und zur Erhaltung wertvoller Grabmale um die Ruhestätte, die heute ein öffentlicher Park ist.

Führung "Spurensuche auf dem Alten Friedhof, Sonnabend, 26. Juni, 15 bis 17 Uhr, Treffpunkt an der Skulptur "Der Soldat" vor der Johanniskirche an der Bremer Straße, Kosten: 2,50 Euro, Anmeldung beim Helms-Museum, Telefon 040/428 71 36 09.