Harburg
Kommentar: Buchholz macht gegen rechten Spuk mobil

Eine richtige Aktion, die friedlich bleiben muss

Wehret den Anfängen! Diesem Leitspruch folgt die Stadt Buchholz, indem sie mit einer politischen Resolution und einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Vereinen und Bürgern gegen den Neonazi-Aufmarsch am kommenden Sonnabend kämpft.

Die Feinde der Demokratie sollen den freiheitlichen Gegenwind in Form einer friedlichen Aktion spüren. Ein bewundernswertes, richtiges Signal! Und nebenbei das einzig mögliche. Denn der rechte Spuk der zugelassenen NPD war nicht zu verhindern. Allerdings sollte es bei verbalen Unmutsäußerungen bleiben. Keine Gewalt! Keine Vermummung! Kein Radikalismus! Selbst die NPD hat mittlerweile gelernt, dass dumpfe Parolen und gewaltbereite Fratzen wenig gesellschaftliche Akzeptanz bringen. Umso gefährlicher sind die "Wölfe im Schafspelz". Wer also für ein demokratisches Miteinander einsteht, darf sich nicht auf das inhaltliche Niveau der Rechtsradikalen herablassen, darf nicht selbst zum politischen Extremisten werden. Vernunft und gesunder Menschenverstand reichen völlig, um dem unsäglichen Aufmarsch zu begegnen. Denn auf eines ist Verlass: Früher oder später disqualifiziert sich jeder Neonazi selbst - durch Feindseligkeit und Stumpfsinn.