Harburg
Randnotiz

Eine nicht ungefährliche Autosportart

Ich habe mich für meinen Sport gut und praktisch angezogen, damit meine ich besonders die flachen, bequemen Schuhe, mit denen man nicht so leicht abrutschen kann und die jeder Lebenslage gerecht werden können.

Das macht ein gutes Gefühl. Ich bin außerdem hellwach. Mit müden Augen darf man sich nicht auf den Weg machen, um meinen Sport auszuüben. Die Ergebnisse wären katastrophal - ich könnte mich verletzen, blaue Flecken bekommen in meinem Auto. Ja, ich betreibe eine nicht ganz ungefährliche Autosportart. Keiner hätte es je für möglich gehalten, dass ich mich so einer sportlichen Betätigung hingeben könnte, aber es ist so. Ich kann diesen Sport bedenkenlos jeden Tag ausüben - und das ist ja wichtig bei Sport. Zugegeben, ganz freiwillig habe ich es nicht angefangen, und in meinem Fall ist es so, dass ich meinen Sport auch nur begrenzte Zeit werde ausüben können. Sie möchten gerne wissen, wie diese Autosportart heißt? Das ist eine schwierige Frage. Wie nennt man es denn, wenn ein Autofahrer jeden Morgen den sicheren Weg durch das Labyrinth der Straßenlöcher finden muss? Dabei darf er nie die entgegenkommenden Autosportler unterschätzen, die sich auch auf diese besondere Form des Straßenslaloms eingespielt haben. Ich sagte ja schon - ich habe praktische, flache und bequeme Schuhe an, immer bereit, auf das Bremspedal zu steigen. Was soll mir schon passieren?