Harburg
Mienenbüttel: Richtkranz hängt über dem LogPark

Der ganze Landkreis profitiert

Gemeinsam mit rund 90 Gästen aus Wirtschaft und Politik feierten gestern die Investoren Stephanie und Michael Habacker das Richtfest des LogParks Hamburg in Mienenbüttel. Der Rohbau des besonders bei den Anwohnern höchst umstrittenen Projekts ist somit planmäßig fertiggestellt worden.

Mienenbüttel. "Das Logistikunternehmen Geodis wird die Halle im Herbst dieses Jahres beziehen können", sagt die Investorin zufrieden. Das Unternehmen, das insgesamt 27 000 Mitarbeiter beschäftigt, wird mit dem Standort in Mienenbüttel seine Präsenz im Zentrum Hamburgs ersetzen. "Die Nähe zum Hafen und das Bewusstsein darüber, dass die Immobilie nicht nur modern, sondern auch mit umweltbewussten Baumaßnahmen errichtet wurde, hat uns überzeugt", betonte Andrea Rudy, die Geschäftsführerin von Geodis Logistik Deutschland. Das Unternehmen verspricht mit dem Standortwechsel nach Mienenbüttel Arbeitsplätze zu schaffen sowie auszubilden.

Diese Tatsache lobte auch Landrat Joachim Bordt (FDP), der die Habacker Holding zu dem guten Verlauf des Projekts beglückwünschte. Zudem forderte er die Gegner des Projekt zu mehr Kompromissbereitschaft aus. "Der LogPark ist ein großer Erfolg für den Landkreis Harburg, und alle Differenzen sollten schnellstmöglich beigelegt werden", so Bordt. Bis zum heutigen Tag sind laut Investor Habacker 18 Millionen Euro in das Projekt investiert worden. 250 Millionen sollen es bis zur Fertigstellung sein. Zudem soll die gesamte Umgebung durch sein Projekt profitieren. "Wir werden dafür sorgen, dass der öffentliche Personennahverkehr hier eine Anbindung bekommt", sagt der Investor. "Wir haben uns gegen einen privaten Shuttle entschieden, damit auch die Anwohner besser nach Neu Wulmstorf und Buchholz gelangen können." Auch Habacker hofft, so schnell wie möglich Frieden mit seinen neuen Nachbarn schließen zu können. "Wir waren bisher immer kooperativ und haben alles in unserer Macht stehende getan, um ein gutes Nachbarschaftsverhältnis herzustellen", so der Investor.