Harburg
Harburgs Politiker zur Europawahl

"Die EU ist kein Etikettenschwindel"

Diese Wahl sollte uns nicht gleichgültig sein, sagen die Politiker.

Harburg

Bei jeder Lebensmittelkontrolle kommen schon europäische Richtlinien zur Anwendung - in den meisten Fällen zum Wohle der Verbraucher. Viele Bürger wissen gar nicht, wie europäisch ihr Alltag längst ist. Am Sonntag haben allein im Bezirk Harburg 112 913 Bürger die Möglichkeit, bei der Gestaltung Europas mitzureden. Und deshalb rufen Vertreter aller fünf Fraktionen der Bezirksversammlung dazu auf, zur Wahl zu gehen. (ag)

Ralf-Dieter Fischer

"Die EU ist kein Etikettenschwindel, ihre positiven Auswirkungen sind bis in die Stadtteile zu spüren. So hat Brüssel jetzt gerade 300 000 Euro für soziale Projekte in Neuwiedenthal zur Verfügung gestellt. Ich kann aber auch den Frust verstehen, wenn jemand die ausufernde EU-Bürokratie gelegentlich als störend empfindet. Natürlich sollte es für jeden Demokraten eine Pflicht sein, zu so einer Wahl zu gehen, egal ob es eine Bürgerschaftswahl, eine Bundestagswahl oder eine Europawahl ist."

Jürgen Heimath

"Wir müssen jenen mutigen Politikern dankbar sein, die nach dem Krieg auf Europa gesetzt haben. Immerhin war und ist die europäische Gemeinschaft der Garant für über 50 Jahre Frieden, wirtschaftlichen Wohlstand, Menschen- und für mehr Bürgerrechte. Liebe Harburgerinnen, liebe Harburger, Europa braucht Sie. Machen Sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Unterstützen Sie den einzigartigen Zusammenschluss von 27 europäischen Ländern. Geben sie ihre Stimme ab für ein soziales Europa mit fairer Entlohnung und Arbeit für alle."

Ronald Preuss

"Das wissen viele gar nicht: In Europa wird heute der Rahmen für viele Belange gesetzt, die uns in Harburg unmittelbar betreffen. Entscheidungen beispielsweise zum Kraftwerk Moorburg oder zum Lärmschutz werden dadurch maßgeblich beeinflusst. Umso wichtiger ist es, dass uns die europäischen Institutionen nicht gleichgültig sind und dass möglichst viele Harburgerinnen und Harburger bei der Zusammensetzung des Europaparlaments ein Wort mitreden und am Sonntag auf jeden Fall ihr Wahlrecht wahrnehmen."

Carsten Schuster

"Das Europäische Parlament bringt eine Vielzahl von Gesetzen auf den Weg, die bis in die Hamburger Bezirke hineinwirken. Jeder Wähler entscheidet mit seiner Stimme über die politische Richtung, das zukünftige Zusammenleben, die Einflussmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger und die sinnvolle oder sinnlose Reglementierung europäischer Gesetzgeber. Jede Wahl bietet die Möglichkeit, über die geleistete Arbeit der Parteien abzustimmen und mit meiner Stimme Zustimmung oder Ablehnung zu dokumentieren! Harburg hat die Wahl!"

Klaus Lübberstedt

"Am Sonntag zur Europawahl zu gehen, das kann ich nur Menschen empfehlen, die bereit sind, eine Partei zu wählen, die glaubhaft alles daran setzen wird, sich im Europaparlament vor allem stark zu machen für Volksabstimmungen über einen künftigen europäischen Grundlagenvertrag, der vor allem soziale Schutzrechte, Abrüstungsverpflichtungen und die Überwindung neoliberaler Politik beinhalten sollte. Und gegen den Lissabon-Vertrag, der ein neoliberales und ein sich ständig zur Aufrüstung verpflichtendes Europa festschreibt."