Harburg
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Jeder zweite HLH-Patient stirbt

Hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) ist eine seltene und lebensbedrohliche Erkrankung des Immunsystems. Das Abwehrsystem reagiert unkontrolliert und richtet sich gegen den eigenen Körper. Die Sterblichkeit liegt bei etwa 50 Prozent. Eine Knochenmarktransplantation ist die einzige Möglichkeit auf eine vollständige Genesung. Bei rund 80 Prozent der Patienten tritt der Gendefekt im Säuglingsalter auf. Allerdings wird die Krankheit oftmals erst spät entdeckt, da sie sehr selten ist. Zu den Symptomen zählen hohes, lang andauerndes Fieber, Krampfanfälle sowie die Vergrößerung von Leber und Milz. HLH kann angeboren und vererbt sein, aber auch durch eine Infektion ausgelöst werden. (nd)