Jubiläum: 1958 wurde das 7500 Einwohner große Dorf zur Stadt erhoben

Buchholz - so sah es einmal aus

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Birgit Tiefenbach

In der größten Stadt des Landkreises Harburg wird am Wochenende gefeiert. Der Ort hat eine rasante Entwicklung genommen.

Buchholz. Die Stadt Buchholz feiert am Wochenende 50. Geburtstag. Den Ort gibt es allerdings schon viel länger. Darüber gibt der Ortsname Auskunft. Buch(en)holz, wurde wahrscheinlich in der Zeit zwischen 800 bis 1100 gegründet, als Wälder gerodet wurden, um Platz für neue Siedlungen zu schaffen. Im Winsener Schatzregister von 1450 wird erstmalig das Dorf Bockholte erwähnt. Knapp vier Jahrhunderte später zählt das Heidedorf Buchholz 178 Einwohner. 1855 wird in der Breiten Straße eine Schule für 90 Schüler neu gebaut. 1871 hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt.

Dass, was wesentlich zur rasanten Entwicklung Buchholz vom Dorf zur Stadt beigetragen hat, beginnt 1872: Der Bau der Eisenbahnlinie von Kirchweye bei Bremen bis Harburg. Zwei Jahre später wird die Bahnstrecke mit einem Bahnhof in Buchholz dem Verkehr übergeben. Die Bahnstrecke Buchholz-Soltau wird 1901 eingeweiht. 1903 hat Buchholz bereits 1220 Einwohner. Und der Ort wächst stetig weiter.

Am 15. Juli.1958 wird Buchholz zur Stadt ernannt und hat 7523 Einwohner. Ab 1. Januar 1960 lautet der offizielle Name: Buchholz in der Nordheide. Anfang der 60er-Jahre wird kräftig gebaut in der jungen Stadt Buchholz. Mietwohnungen und Reihenhäuser schießen wie Pilze aus dem Boden. Neubaugebiete werden erschlossen. Schließlich braucht die wachsende Zahl von Einwohnern ein Dach über dem Kopf. 1963 zählt die Stadt 10 364 Einwohner. Mit der Gemeindereform 1972 kommen die Dörfer Dibbersen, Sprötze, Steinbeck, Trelde, Seppensen, Holm-Seppensen, Holm und Reindorf zur Stadt. Damit hat Buchholz mit einem Schlag 22 620 Einwohner. Im Oktober 1976 wird Magareta Braasch (SPD) Bürgermeisterin. Der Bau der Autobahneckverbindung Dibbersen startet im November 1979. Ein Wechsel an der Rathausspitze erfolgte im September 1981. Hans-Heinrich Schmidt (CDU) wird Bürgermeister.

Januar 1985: Buchholz wird selbstständige Stadt und überschreitet die 30 000-Einwohner-Marke.Wie viele Städte in den 80er-Jahren bekommt auch Buchholz eine Fußgängerzone. Ende August 1987 ist Einweihung. 1991 gibt es einen parteipolitischen Wechsel auf dem Chefsessel im Rathaus. Götz von Rohr (SPD) löst Hans-Heinrich Schmidt (CDU) als Bürgermeister ab. Rohr tritt 1994 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Posten zurück. Sein Nachfolger wird der CDU-Mann Joachim Schleif. Die Einweihung des Veranstaltungszentrums Empore wird im September 1991 gefeiert. 1993 folgt die Einweihung des Busbahnhofs Lindenstraße.

Eine Direktwahl zum Bürgermeister und Verwaltungschef gibt es erstmalig 2001. Norbert Stein (SPD) heißt der Sieger. Und es wird weiter gebaut in Buchholz. Gewerbegebiete entstehen, Wohngebiete, Schulen und Sportzentren. Der Metronom-Zug fährt ab 2004 im Stundentakt zwischen Hamburg und Bremen mit Halt in Buchholz. Viele Buchholzer arbeiten in Hamburg.

Seit November 2006 hat Buchholz ein neues Stadtoberhaupt. Der parteilose Wilfried Geiger (56) konnte sich bei den Bürgermeisterwahlen im September 2006 gegen Norbert Stein (64) (SPD) durchsetzen. Aktuelle Einwohnerzahl: knapp unter 40 000.

Gefeiert wird das Stadtjubiläum am Sonnabend, 28. Juni, und am Sonntag, 29. Juni, rund um den Rathausplatz.

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