In Buchholz ist die Zukunft geklärt

Manfred Peschel

Buchholz. Viel Klinker, ein bisschen Metall und Glas, dazu ein Dach auf dem Gras wächst - der Neubau an der Ernststraße in Buchholz ist eher unscheinbar. Jedoch liegt dort in bis zu sieben Meter Tiefe rund eine halbe Million Euro "vergraben". In dem Gebäude arbeitet seit wenigen Tagen ein modernes Abwasserpumpwerk , das alle Haushalte südlich der Bahnlinie entsorgt. "Die hoch moderne Anlage macht eine weitere Entwicklung der Buchholzer Südstadt erst möglich", sagt Bürgermeister Wilfried Geiger.

Pumpenmeister Karsten Cohrs erklärte, dass das neue Abwasserpumpwerk das alte aus den 60er-Jahren, das nur einen Steinwurf entfernt an der Soltauer Straße liegt, ersetzt. Es war an seine Leistungsgrenzen gestoßen. DieFolgen: Bei Rohrverstopfungen oder Staus schwappte das Abwasser zurück in die Hauskeller.

"Die wartungsarme Anlage an der Ernststraße ist technisch auf dem neuesten Stand", erläutert der Leiter Fachbereich Betriebe, Jürgen Steinhage. In einem sechs Kubikmeter großen geschlossenen Behälter wird das Abwasser aus einem 52 Hektar großen Gebiet gesammelt. Zwei Hochleistungs-Pumpen fördern die Abwässer über eine Druckrohrleitung zum Kreiskanal. "Wir überwinden dabei einen Höhenunterschied von 20 Metern", sagt Cohrs. Der Kreiskanal leitet das Abwasser in das Klärwerk in Glüsingen.

Die Experten im Rathaus rechnen im Vergleich mit dem alten Pumpwerk mit einer Kostenersparnis von bis zu 55 Prozent. In dem 415 000 Euro teuren Neubau findet sich neben der Pumpentechnik auch eine Steuerzentrale für die übrigen zwölf Pumpwerke der Stadt. Abwassertechnisch gesehen stehe einer weiteren Entwicklung des Buchholzer Südens nichts mehr im Wege, so Steinhage. "Und auch die Rütgersfläche kann hier angeschlossen werden, wenn sie bebaut wird", ergänzt Geiger.

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