Harburg

100 Jahre - Jesteburgs Osterberg feiert

JESTEBURG. Am Rande von Jesteburg gibt es am Sonnabend etwas zu feiern. Das Wohngebiet Reindorfer Osterberg mit heute rund 950 Bewohnern wird 100 Jahre. Heutige Osterberg-Bewohner haben seit Monaten das Osterbergfest vorbereitet. Es wird ab 14 Uhr dort gefeiert, wo früher Leben herrschte: Am früheren Bundesbahn-Haltepunkt Reindorf an der Strecke Buchholz-Lüneburg, an dem schon seit 1981 keine Personenzüge mehr halten.

Der Reindorfer Osterberg war immer ein beliebtes Wohngebiet für Familien. Einfamilienhäuser und Villen bestimmen heute statt der Behelfsheime der Nachkriegsjahre das Bild. Früher gab es auch mal Geschäfte dort - Kunsthandwerk, ein Lokal, ein Kolonialwarengeschäft. Heute wird in Jesteburg und Buchholz eingekauft. Allerdings: Einen eigenen Friedhof für den Osterberg gibt es noch an der Straße von Itzenbüttel nach Reindorf. Unter anderem ist dort der frühere "Superminister" Karl Schiller beigesetzt.

An das Werden und Wachsen des Reindorfer Osterberges erinnert eine knapp 50 Seiten starke Broschüre mit vor allem historischen Fotos. Sie wurde vom Jesteburger Arbeitskreis für Heimatpflege herausgegeben. Die Texte stammen von der seit Jahrzehnten auf dem Osterberg lebenden Hanna Beckendorf. Wolfgang Meyer hat das Manuskript bearbeitet.

Die Broschüre wird Sonnabend beim Fest verkauft. Das Programm für den 12. Mai in Kürze: ab 14.30 Uhr Olympiade, Tombola-Losverkauf. Um 17 Uhr Jubiläumsfeier mit Ansprachen von Archivar Hans-Heinrich Wolfes und Organisator Hans Georg Reichardt. Danach Tanz der Powerkids, Preisvergabe, Musik zum Zuhören und Tanzen. Am Fest beteiligen sich auch die Feuerwehr, die Spinnkreisfrauen, der VfL und die Bendestorfer Pfadfinder.