Handelsschule Weber: 110 Jahre in Harburg

Manfred Peschel

Harburg. Die private Handelsschule Weber feiert jetzt ihr 110-jähriges Bestehen. Am Freitag, 18. Juni, von 13 bis 18 Uhr und am Sonnabend, 19. Juni, von 10 bis 14 Uhr öffnet die Handelsschule ihre Türen an der Harburger Rathausstraße 33 in Harburg, um Ehemaligen eine Möglichkeit eines Treffens zu geben, aber auch Neugierigen und Interessierten ihre Bildungsgänge und Lehrer vorzustellen.

Die Handelsschule wurde 1894 als Dr. Kramers Institut gegründet, das seine Anfänge in der Gartenstraße über die Brückenstraße zur Maretstraße hatte. Dort war der Hauptsitz der Schule bis zum Jahre 1983. Wegen des geplanten Innenstadtringes musste die Schule zwangsläufig umziehen. Im Jahre 1998 zog sie wegen des Baus des Phoenix-Centers in die Harburger Rathausstraße 33 um, wo sie auch heute zu finden ist.

Der Ursprungsgedanke des Gründers - die Schulung junger Menschen für Handel und Wirtschaft - ist auch heute wesentliches Ziel der Bildungseinrichtung, die im vergangenen Jahrhundert unter Heinrich Weber ab den 30er-Jahren weiter federführend in der Entwicklung des Handelsschulwesens war. Schwerpunkt in den 50er-Jahren war die Realschule, die von Otto Weber geleitet wurde. Anfang der 60er- und 70er-Jahre wurde unter Wilma Weber, die die Schule heute noch leitet, die kaufmännische Erwachsenenbildung entwickelt. Die Schule hat sich den neuen Marktanforderungen im Medienbereich gestellt und verfügt über moderne EDV-Schulungsräume. Als erste Berufsfachschule Deutschlands erhielt die Handelsschule Weber im Jahre 1995 ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Gemeinsam mit ihrem Sohn Rainer Hoffman (50) hat Wilma Weber die Schule für die Zukunft vorbereitet. Der 2002 angeschlossene Kooperationsvertrag mit der AHK Shanghai zur Vorbereitung junger Chinesen für die Ausbildung in Deutschland ist nur ein Beispiel.

( mp )

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