Harburg

Pfingstgottesdienst am Hünengrab im Klecker Wald

Mehr als tausend Besucher werden in der alten Kultstätte erwartet

Klecken. Es ist eine schöne und beliebte Tradition: Am Pfingstmontag feiert der Kirchenkreis Hittfeld gemeinsam mit seinen 18 Kirchengemeinden Waldgottesdienst am Hünengrab im Klecker Wald. Auch in diesem Jahr erwartet Superintendent Dirk Jäger mehr als tausend Besucher am Pfingstmontag, 24. Mai, um 10 Uhr. Unterstützt wird Jäger von Pastor Christoph Schuster, der seit April Pastor der Maria-Magdalena-Kirchengemeinde in Heidenau ist. Kreiskantorin Wiebke Corleis sorgt mit Landesposaunenwart Ulf Pankoke sowie verschiedenen Kirchenchören und Bläsern der Posaunenchöre für stimmungsvolle Musik.

Die Kinder dürfen sich auf ihren eigenen Kindergottesdienst auf einer Lichtung freuen. Nach dem Gottesdienst sind alle Besucher zu Kaffee, Kuchen (von der Kleckener Bäckerei Danker) und Klönschnack geladen. Sie werden gebeten, einen Becher mitzubringen.

Der Waldgottesdienst am Hünengrab wurde zum ersten Mal 1929 gehalten. Der damalige Superintendent Albert Lührs wollte den vielen Ausflüglern die Möglichkeit geben, am Gottesdienst teilzunehmen und doch am frühen Morgen schon in der Natur zu sein. Die Besucherzahl stieg stetig an, so dass dieser ungewöhnliche Zuspruch den Argwohn der Nationalsozialisten erweckte. Die Geheime Staatspolizei verbot die Abhaltung des Gottesdienstes im Frühjahr 1935. Erst 1945 konnte die Tradition wieder aufgenommen werden. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Besucher ständig, im vergangenen Jahr kamen etwa 1300.