Behörden-Netz-Betreiber sagt nein zu Cranzer Plänen

Cranz. Vom schnellen Internetsurfen über Breitband-DSL dürfen die Bürger von Cranz wohl auch weiterhin nur träumen. Die Glasfaserleitungen zur Schule und zur Polizeiwache im Ort sind städtische Kabel. Einzelne Cranzer hatten die Idee, dass ihre Hausanschlüsse mit diesen Leitungen verbunden werden könnten (das Abendblatt berichtete). Schon die Telekom, deren Telefonleitungen dafür ans Glasfaserkabel hätte geknüpft werden müssen, hatte dieser Idee eine Absage erteilt.

Nun sagt auch die Staatsfirma Dataport, die für die norddeutschen Bundesländer die IT-Netze betreut, eindeutig nein. „Zum Einen sind die von uns betreuten Netze aus Sicherheitsgründen strikt vom öffentlichen Netz getrennt“, sagt Dataport-Sprecherin Britta Heinrich, „zum anderen dürfen wir nicht als Privatkunden-Dienstleister agieren.“

Die Telekom plant nicht, selbst Glasfaser nach Cranz zu legen. Dabei wären die Kosten wohl überschaubar. „Ich kann nicht sagen, was unsere Kabel gekostet haben, aber es war nicht viel“, sagt Heinrich.