Hamburg

Auf Strüver-Gelände in Groß Borstel entstehen 400 Wohnungen

So wie in diesem Entwurf vom Architekturbüro Heitmann Montúfar aus Hamburg sollen die neuen Wohnungen in Groß Borstel aussehen.

So wie in diesem Entwurf vom Architekturbüro Heitmann Montúfar aus Hamburg sollen die neuen Wohnungen in Groß Borstel aussehen.

Foto: Heitmann-Montufar-Architekten

Grünes Licht für das Bauvorhaben Petersen Park auf dem knapp 60.000 Quadratmeter großen Grundstück. Das ist geplant.

Hamburg. Früher wurden hier Tankwagen gebaut, jetzt sollen auf dem ehemaligen Strüver-Gelände in Groß Borstel 400 Wohnungen entstehen. Auf ihrer letzten Sitzung hat die Bezirksversammlung Hamburg-Nord dem Bauvorhaben auf dem knapp 60.000 Quadratmeter großen Grundstück einstimmig zugestimmt.

Gebaut wird das Petersen Park genannte Quartier, in dem jeweils etwa 50.000 Quadratmeter Wohnen und Gewerbe vorgesehen ist, von der HJD Gruppe und der HASPA PeB Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft. Die Planung stammt von dem Architekturbüro Heitmann Montúfar aus Hamburg.

Im südlichen Bereich werden die 400 Wohnungen entstehen, ein Drittel davon öffentlich gefördert, nördlich davon sind nicht störende Gewerbebetriebe geplant. In einem zentralen Gebäude ist eine Pflegeeinrichtung sowie eine Kindertagesstätte mit 120 Plätzen vorgesehen. Für den ruhenden Verkehr werden 320 Tiefgaragenstellplätze errichtet.

Neben Wohnungsbau soll der Petersen Park eine Grünzone bekommen

Ökologisch aufgewertet wird der Petersen Park durch eine neue parkähnliche Grünzone zwischen dem Hybridriegel und der Wohnbebauung. Ferner wird eine Renaturierung der westlich am Grundstück verlaufenden Tarpenbek. Dazu wurde zwischen Bezirksamt und Investor ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, der auch die Pflanzung neuer Bäume vorsieht.

Die Erschließung des Neubaugebiets sowie die Baustellenverkehr sollen über die Straße Papenreye erfolgen. Zuvor hatten viele Anwohner befürchtet, dass der zunehmende Autoverkehr die Borsteler Chaussee und die Stavenhagenstraße stark belasten könnte. „Die Realisierung des Petersen Parks ist für den Stadtteil Groß Borstel ein weiterer, wichtiger Meilenstein für dessen Entwicklung“, so Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz.

Groß Borstel wächst um 40 Prozent

Mit dem Neubaugebiet Tarpenbeker Ufer trage der Petersen Park dazu bei, dass der Stadtteil um knapp 40 Prozent wachse. Um die Grundlagen für die Weiterentwicklung der verkehrlichen und sozialen Infrastruktur zu schaffen, sei Groß Borstel in das Rahmenprogramm für Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) aufgenommen worden.

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„Durch den ganzheitlichen Ansatz eines verträglichen Miteinanders von Wohnen und Gewerbe entsteht auf dem Gelände des Petersen Parks eines der ersten ,Urbanen Gebiete’, das in Hamburg umgesetzt wird“, sagt Harald Hempen, Geschäftsführer der HASPA PeB.

Ziel sei es, möglichst viele der aktuell auf dem Gelände ansässigen Unternehmen später wieder auf dem Grundstück anzusiedeln. Die Fertigstellung des Petersen Parks ist für 2026 geplant.