CDU-Vorwurf

Verkehrschaos in Winterhude? Behörde wehrt sich gegen Kritik

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Der Verkehr in Winterhude ächzt unter Baustellen: Auch die Dorotheenstraße ist vor einigen Jahren aufwendig saniert worden (Archivbild).

Der Verkehr in Winterhude ächzt unter Baustellen: Auch die Dorotheenstraße ist vor einigen Jahren aufwendig saniert worden (Archivbild).

Foto: imago images / Lars Berg

Die CDU bemängelt die Baustellenkoordination am Beispiel der Moorfurthbrücke. Die Behörde sieht das Problem woanders.

Hamburg. Winterhude ist derzeit regelrecht geplagt von Baustellen: Rad- und Autofahrer müssen täglich langwierige Umwege nehmen und zwängen sich durch kleine Nebenstraßen. Die CDU spricht von einem "Verkehrschaos" und wirft der Baustellenkoordination der Stadt (KOST) nun Fehlplanung vor. „Hudtwalckerstraße, Borgweg, Semperstraße, Krugkoppelbrücke, Mühlenkamp. Was kommt denn als Nächstes?“, kritisiert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Caroline Mücke-Kemp.

Konkret geht es um die Sperrung der Moorfurthbrücke am Goldbekplatz. Diese sorgt dafür, dass der Berufsverkehr, der sonst durch den Poßmoorweg über den Moorfurthweg bis zum Mühlenkamp fließt, nun die Strecke durch die schmale Dorotheenstraße nehmen muss.

„Immer wieder fahren Autos über den Poßmoorweg in die Baustelle und müssen dann drehen, weil es nicht weitergeht. Die Radfahrer quetschen sich dann mal eben über den Bürgersteig durch den Engpass", sagt Mücke-Kemp. Problematisch sei außerdem, dass parallel auch die Barmbeker Straße als Ausweichroute wegfällt, weil sie noch nicht komplett fertiggestellt ist.

Behörde: Baustellen in Hamburg überschneiden sich auch mal

Laut Verkehrsbehörde sei die zeitliche Überschneidung der Baustellen jedoch nicht geplant gewesen, die Fertigstellung der Barmbeker Straße habe sich "leider verzögert". Bei der Baustelle an der Moorfurthbrücke handele es sich um eine Maßnahme von Hamburg Wasser zur Ausbesserung von Sielschäden. "Aufgrund der vielfältigen Sanierungsbedarfe auf und unter den Straßen wird es immer auch zu parallelen Maßnahmen kommen", sagt Sprecher Henning Grabow.

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„Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Hütte“, kritisiert CDU-Politikerin Mücke-Kemp weiter, „aber es ist alles andere als ein angenehmes Fahren für alle beteiligten Verkehrsteilnehmer. Das ist doch keine ausgeklügelte Koordination."

Die Verkehrsbehörde verteidigt sich: "Baustellenkoordinierung heißt nicht, dass keine Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld zueinander durchgeführt werden." Stattdessen versuche man Baustellen so zu managen, dass in einem bestimmten Gebiet der Verkehrsfluss aufrechterhalten wird. "Zu Einschränkungen wird es dabei aber immer kommen, weil das Verkehrsnetz in Hamburg bereits ohne Baustellen am Limit fährt."

( ras/coe )