Feuerwehr und Polizei

In Hamburg gibt es oft keinen "Platz für Retter"

Hamburg hat zu wenig "Platz für Retter"

Beschreibung anzeigen

Bei einer gemeinsamen Aktion von Feuerwehr und Polizei zeigte sich, dass viele Falschparker Rettungswege blockieren.

Hamburg. Die Drehleiter biegt um die Ecke – und kommt nicht weiter. Falschparker haben den gesamten Randbereich der Straße blockiert, das zehn Meter lange Einsatzfahrzeug der Feuerwehr kann nur mit der Hilfe von Einweisern einbiegen, links und rechts sind nur wenige Millimeter Platz. Wäre es ein echter Notfall, wären es solche "Verzögerungen, die Menschenleben gefährden oder sogar kosten können", sagt Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger.

In Barmbek haben Feuerwehr und Polizei am Dienstagabend die gemeinsame Aktion "Platz für Retter" durchgeführt. Begleitet von der Polizei fuhr eine Drehleiter der Feuerwehr durch die Straßen links und rechts der Fuhlsbüttler Straße in dem dicht bewohnten Stadtteil, um zu zeigen, wie schnell aus einem rasch irgendwo abgestellten Fahrzeug eine ernsthafte Behinderung für die Einsatzkräfte werden kann.

In der Genslerstraße musste das Fahrzeug das erste Mal stoppen. Um mit der Drehleiter um die Kurve zu kommen, mussten die Beamten mehrmals hin- und herrangieren, weil ein ungünstig geparktes Auto den Weg versperrte.

In mehreren Fällen veranlasste die Polizei das Abschleppen von Pkw: Denn die Feuerwehr kam trotz minutenlanger Rangierversuche mit mehreren Einweisen einfach nicht vorbei. "Wir benötigen den Platz einfach", sagt Unger und appelliert an die Hamburger: "Lassen Sie Platz für Retter."

( arg/josi )