Umweltschutz

Stanislawski und Kerstan verkaufen letzte Rewe-Plastiktüte

Holger Stanislawski mit der letzten Plastiktüte an der Kasse seines Rewe-Marktes

Holger Stanislawski mit der letzten Plastiktüte an der Kasse seines Rewe-Marktes

Foto: Reuters

Im Supermarkt des Ex-St.-Pauli-Trainers ging die letzte Hamburger Rewe-Plasiktüte über den Tisch. Senator: "nachahmenswerte Initiative".

Hamburg. Nachdem die Handelskette Rewe vor einigen Monaten angekündigt hatte, Plastiktüten aus seinen Märkten zu verbannen, hat Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler sein Vorhaben nun in die Tat umgesetzt. In einer öffentlichkeitswirksamen Aktion haben Umweltsenator Jens Kerstan und Ex-St.-Pauli-Trainer Holger Stanislawski die letzte Plastiktragetasche in einem Hamburger Rewe-Markt verkauft. Ort des Abschieds war der von Stanislawski geführte Supermarkt an der Dorotheenstraße in Winterhude.

Kerstan: Kunden durch Plastik verärgert

Kerstan nannte die Aktion eine "nachahmenswerte Initiative" und rief die Hamburger dazu auf, an vielen Stellen noch bewusster auf Plastik zu verzichten. "Viele Kundinnen und Kunden ärgern sich zunehmend auch über Ware mit überflüssig viel Plastik und Verpackungsmaterial. Hier sehe ich die Anbieter gefordert, den Verpackungsmüll deutlich zu reduzieren", sagte der Umweltsenator. "Die Händler könnten ihre Einkaufsmacht nutzen, um bei den Lieferanten auf weniger Styropor, Folie und Plastikmüll hinzuwirken.“

Auch Stanislawski sprach von der Abschaffung der Plastiktüte als "erstem Schritt". Die Handelskette arbeite an weiteren Initiativen zur Verminderung von Plastikverpackungen im Einzelhandel.