Rush-Hour

Ohlsdorfer Friedhof lässt morgens keine Autos mehr durch

Geschäftsführer Carsten Helberg setzt sich für weniger Verkehr auf dem Ohlsdorfer Friedhof ein

Geschäftsführer Carsten Helberg setzt sich für weniger Verkehr auf dem Ohlsdorfer Friedhof ein

Foto: Andreas Laible

Ab Oktober sind Autos auf dem Friedhof erst eine Stunde später erlaubt. Viele Berufstätige nutzen die Strecke als Abkürzung.

Hamburg. Der Hamburger Friedhof Ohlsdorf wehrt sich gegen den morgendlichen Durchgangsverkehr. Vom 1. Oktober an werden die Straßen des Friedhofs erst um 9 Uhr statt wie bisher um 8 Uhr geöffnet. Das teilte die Friedhofsverwaltung am Dienstag mit. Friedhofschef Carsten Helberg hatte die Neuregelung bereits im Sommer angekündigt.

Eine Zählung habe ergeben, dass zwischen 8 bis 9 Uhr viele Berufstätige den Friedhof als Abkürzung nutzen. Zwei Drittel der Fahrzeuge, die den Friedhof passieren, zählen zum reinen Durchgangsverkehr. Der Friedhof als "sensibler Ort der Ruhe" werde künftig wirksam gegen "die frühen Störenfriede" geschützt. "Unser Ohlsdorfer Friedhof ist kein Ort, um die Fahrzeit zum Arbeitsplatz zu verkürzen", bekräftigte Umwelt-Staatsrat Michael Pollmann (Grüne). Deshalb müsse der Durchgangsverkehr wirksam unterbunden werden.