Krankenhäuser

Asklepios plant Schließung einer unrentablen Station

Gynäkologie im AK Heidberg betroffen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund macht dem Asklepios-Konzern schwere Vorwürfe.

Hamburg.  Der Krankenhausbetreiber Asklepios plant offenbar die Schließung der gynäkologischen Abteilung der Klinik Nord (Heidberg) und will mehrere Arztstellen einsparen. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts wurden die Mitarbeiter bereits informiert. Nach der protestbegleiteten Schließung einer Abteilung in St. Georg im Dezember vergangenen Jahres ist das die zweite tiefgreifende Umorganisation innerhalb der Hamburger Klinikgruppe binnen kurzer Zeit. Asklepios sprach damals nicht von Schließung, sondern von neuen Strukturen.

Ein Asklepios-Sprecher sagte jetzt, für vier Ärzte der Abteilung würden im Konzern andere Einsatzmöglichkeiten gesucht. Das Klinikum Nord komme seinem Versorgungsauftrag für die Frauenheilkunde und die Geburtshilfe nach. Allerdings gehe die Zahl der Fälle in der Gynäkologie zurück, während es deutlich mehr Geburten gebe. Darauf reagiere man. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht geplant.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund forderte den Senat auf, betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Die Stadt ist mit 25,1 Prozent an der Hamburger Asklepios-Gruppe beteiligt. „Ein Konzern, der sich nach eigenen Angaben auf einem profitablen Wachstumskurs befindet, trotzdem betriebsbedingte Kündigung ausspricht und seinen Versorgungsauftrag gegenüber den Patienten einfach fallen lässt, offenbart, dass ihm jegliches soziale Gewissen fehlt“, sagte Dr. Pedram Emami, erster Vorsitzender des Marburger Bundes in Hamburg.