Verkehrspolitik

Radler sollen auf der Sierichstraße fahren – CDU läuft Sturm

Foto: Hamburger Abendblatt/Andreas Laible

SPD und Grüne im Bezirk Nord wollen prüfen lassen, ob auf der vielbefahrenen Nord-Süd-Verbindung Radfahrstreifen eingerichtet werden können. Die CDU hält das für Autofahrer-Schikane.

Hamburg. SPD und Grüne im Bezirk Hamburg-Nord wollen den Fahrradverkehr auf der Sierichstraße neu ordnen. Künftig sollen die Radfahrer auf der Fahrbahn fahren. In einem Antrag, der am Montag im Regionalausschuss beschlossen werden soll, fordern sie den Senat auf, die Einrichtung von Radfahrstreifen zu prüfen. Hintergrund: Die Fahrradwege an der Nord-Süd-Verbindung sind in schlechtem Zustand, die Fahrbahn ist wegen des wechselnden, zeitweise starken Richtungsverkehrs für Radler sehr gefährlich. Eine Verengung der Fahrspuren, heißt es in dem Antrag, könnte zu der notwendigen Temporeduzierung beitragen.

Die CDU hat Widerstand gegen die Pläne angekündigt. „Radfahrer auf die Fahrbahn der Sierichstraße zu schicken, um den Autoverkehr in der Straße zu verlangsamen, ist völlig inakzeptabel“, sagte Christoph Ploß, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in Hamburg-Nord und Mitglied der Bürgerschaftsfraktion.

Aus seiner Sicht würde das neue Radwegevorhaben „eine Verschlechterung für alle Verkehrsteilnehmer“ bedeuten. Dem SPD-Senat wirft er mit Verweis auf die Fahrradstraßen an der Alster und das Busbeschleunigungsprogramm eine “ideologische und teure“ Verkehrspolitik vor, die letztlich das Ziel habe, “Autofahrer zu schikanieren“.