Barmbek-Nord

Abriss des „Hertie“-Kaufhauses verzögert sich

Der Abriss der Kaufhaus-Ruine am Barmbeker Bahnhof war für Oktober vorgesehen. Doch das Vorhaben dauert länger als geplant. Das Kaufhaus steht seit 2009 leer.

Hamburg. Verrammelte Türen, verstaubte Fenster, zerrüttete Wände: Die trostlose „Hertie“-Ruine am Barmbeker Bahnhof bleibt dem Stadtteil doch noch länger erhalten als geplant: Denn der für Oktober vorgesehene Abriss des seit 2009 leer stehenden Kaufhauses verzögert sich. Grund dafür sind nach Angaben des Investors, der Düsseldorfer Firma Development Partner (DP), noch laufende Verhandlungen mit dem Bezirk Hamburg-Nord.

„Städtebaulich und sanierungsrechtlich stehen noch die letzten Genehmigungen aus“, sagt DP-Projektleiter Gunter Köhnlein. „Das sind Prozesse, die ihre Zeit brauchen.“ Bereits im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass die DP das ehemalige „Hertie“-Grundstück erworben hatte - und dafür große Pläne hat. Die Firma will nach Abriss des als Schandfleck verrufene Gebäudes auf dem Gelände zwischen Pestalozzi-, Drossel- und Fuhlsbüttler Straße für rund 50 Millionen Euro ein mindestens dreistöckiges Geschäftsgebäude mit unterschiedlichen Einzelhändlern und Büroflächen sowie daneben eine neue Fußgängerzone errichten. Der Bezirk ist nach eigenen Angaben eng in die Planungen eingebunden und begrüßt das Vorhaben.

Unter dem neuen Gebäude ist eine Tiefgarage für 420 Fahrzeuge vorgesehen, die gemeinsam mit den Investoren des Nachbarareals realisiert werden soll. Dort investiert das Shoppingcenter-Unternehmen ECE 80 Millionen Euro in den Neubau eines Bürogebäudes, in das die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) und Gastronomiebetriebe einziehen sollen. „Die gemeinsamen Vereinbarungen für die Tiefgarage sind ebenfalls noch nicht ganz abgeschlossen“, sagt Köhnlein. „Wir gehen aber davon aus, dass der Abriss des alten Gebäudes noch in diesem Jahr stattfinden kann.“ Mit den Neubauten beider Investoren soll im Frühjahr 2014 begonnen werden.