Slime

AfD will Punkband beim Hafengeburtstag verbieten

Slime live auf dem Hamburg Crash Fest auf der Bahrenfelder Trabrennbahn

Slime live auf dem Hamburg Crash Fest auf der Bahrenfelder Trabrennbahn

Foto: imago

Die Musiker von Slime treten seit Jahren bei der Großveranstaltung auf und sind der rechtspopulistischen Partei ein Dorn im Auge.

Hamburg.  Weil sie die „Hitlieferanten der linksextremistischen Szene“ sein sollen, will die Hamburger AfD den Auftritt der Punkband Slime verbieten. Das fordert die Partei in einem Antrag an die Bürgerschaft.

Nach Auffassung der AfD ist die 1979 gegründete Hamburger Band selbst „extremistisch“ und fordere unter anderem auf zum gewaltsamen Widerstand gegen die Polizei. Dabei beziehen sich AfD-Fraktionschef Jörn Kruse und seine Mitstreiter auf zwei Lieder der Bands: „Deutschland muss sterben“ (1989) und „Bullenschweine“ von 1980, wobei die Band nach eigenen Angaben letzteren Song gar nicht mehr in ihrem Repertoire hat. „Deutschland muss sterben“ wurde unterdessen vor Jahren vom Bundesgerichtshof als Kunst bewertet.

Band sieht den Antrag der AfD gelassen

Bereits im vergangenen Jahr hatte die AfD versucht, in einer Schriftlichen Kleinen Anfrage Stimmung gegen Slime und ähnliche Bands, wie die Oi-Punks von The Opressed, zu machen. Erfolglos.

Aus diesem Grund sehen die Slime-Bandmitglieder die AfD-Anfrage offenbar auch gelassen, witzeln auf ihrer Facebook-Seite etwa: „Wir spielen sonst halt unter anderem Namen und mit Masken oder so, falls die überhaupt mit diesem Schwachsinn durchkommen. Und das ist doch eher unwahrscheinlich.“