Nach vielen Verzögerungen

Neue Rathauspassage in Hamburg soll noch 2022 wiedereröffnen

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Beim Umbau gab es einige Verzögerungen: Aber so soll die umgebaute Rathauspassage in Hamburg nun aussehen.

Beim Umbau gab es einige Verzögerungen: Aber so soll die umgebaute Rathauspassage in Hamburg nun aussehen.

Foto: Visualisierung: me di um Architeketen

Ursprünglich sollte der Termin im Frühjahr sein. Doch daraus wurde nichts. Was die Passage unter dem Rathausmarkt zu bieten hat.

Hamburg. Der Umbau der Rathauspassage in der Hamburger Innenstadt hat begonnen. Am Donnerstag gaben die Verantwortlichen den Startschuss, wie die Rathauspassage mitteilte. Der Umbau von „Hamburgs sozialem Hafen“ werde mit der Firma ISG aus Frankfurt am Main umgesetzt, die sich im öffentlichen Bieterverfahren durchgesetzt habe. Angesichts der Verzögerungen durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine sei dieser Schritt „entscheidend“ für die Umsetzung des Projekts, so die Verantwortlichen.

Die Rathauspassage soll noch im November dieses Jahres wiedereröffnet werden, hieß es. Also viel später, als ursprünglich geplant. Erst sollte die Rathauspassage im Frühjahr 2022 wieder eröffnen. Dann hieß es Sommer. Dann musste der Termin erneut verschoben werden.

Neue Rathauspassage in Hamburg mit längstem Bücherregal der Stadt

In der neuen Rathauspassage Hamburg, direkt unter dem Rathausmarkt in der Innenstadt, werde es künftig eine Gastronomie, eine Veranstaltungsbühne, das „längste Bücherregal der Stadt“ und eine Touristeninformation geben.

Kern der Arbeit werde es weiterhin sein, Menschen in sozialer Not zu beschäftigen. Die Mitarbeitenden haben teils einen Fluchthintergrund, eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung oder wegen anderer Hindernisse einen erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt. Gegründet wurde die Rathauspassage 1998 auf Initiative des damaligen Diakoniechefs Stefan Reimers. Gut 400 Männer und Frauen hätten so bereits eine neue Perspektive erhalten, hieß es.

Neue Rathauspassage in Hamburg kostet 2,2 Millionen Euro

Notwendig wurde der Umbau der Rathauspassage durch einen Wasserschaden und in die Jahre gekommene Haustechnik. Grundlage für den Umbau, der im September 2019 begonnen hatte, ist der Siegerentwurf aus einem Ideenwettbewerb mit Studierenden der Hafencity-Universität Hamburg (HCU).

Die Gesamtkosten des Innenausbaus belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro, die durch Spenden finanziert werden sollen. 1,4 Millionen Euro konnte die Spendenkampagne „mehr Empathie wagen“ den Verantwortlichen zufolge bereits einwerben.

( epd/HA )