Hamburger Michel

Die Hauptkirche feiert Stiftungsjubiläum

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Alexander Röder (links) und Michael Kutz.

Alexander Röder (links) und Michael Kutz.

Foto: THORSTEN AHLF / FUNKE FOTO SERVICES

Am 15. Mai feiert eine Institution Geburtstagsfest. Seit mittlerweile 20 Jahren sammelt die Stiftung St. Michaelis erfolgreich Spenden.

Hamburg. Bis zu 1,5 Millionen Menschen besuchen jährlich den Hamburger Michel, das barocke Wahrzeichen der Hansestadt. Dass die evangelische Hauptkirche bestens erhalten ist und im Herbst sogar ein eigenes Besucherzentrum eröffnet, ist auch das Verdienst der Stiftung St. Michaelis – eine von 1460 Stiftungen in Hamburg.

Sie wird jetzt 20 Jahre alt. Das runde Jubiläum soll am 15. Mai mit einem großen Geburtstagsfest gefeiert werden. „Wir wollen Danke sagen, dass sich der Michel seit Langem auf die Unterstützung der Hamburger und Michel-Freunde in aller Welt verlassen kann“, sagt Michel-Hauptpastor Alexand­er Röder.

Hamburger Michel: Umfangreiche Sanierung durch Stiftung

Michel, mein Michel: Vor 20 Jahren bangte die Kirchengemeinde um die Bausubstanz von Norddeutschlands schönster Barockkirche. Um dringend benötigte Finanzmittel zu bekommen, gründete der damalige Hauptpastor Helge Adolphsen gemeinsam mit der Haspa, fünf Privatpersonen und einem Stiftungs­kapital von 75.000 Euro die Stiftung St. Michaelis.

Mit Unterstützung der Powalla Stiftung, die 12,9 Millionen Euro für die Innensanierung und die Orgelanlage samt Fernwerk spendete, konnten im Jahr 2009 die Sanierung des Gotteshauses und 2010 die Orgelanlage fertiggestellt werden. Die Arbeit der Stiftung mit ihrem Geschäftsführer Michael Kutz, einem gelernten Diakon, ist zur Erfolgsgeschichte geworden.

Hamburger Michel: Jubiläumsfest am 15. Mai

Das Team fand neue Wege im Spendensammeln. Dabei seien Menschen unabhängig ihrer Kirchenmitgliedschaft erreicht worden, sagt Kutz. So wurde die Stiftungsarbeit zur „Blaupause für kirchliche Kommunikation und Gemeindeaufbau in einer Großstadt“. Durch Spendenkampagnen mit Rettungsringen, Friedensglocken, Michel-Tafeln, Abendmahlskelchen aus Familiensilber und Salz der Erde konnten 6700 Michel-Freunde als aktive Förderer gewonnen werden. Spenden, Zustiftungen und Nachlässe von mehr als zehn Millionen Euro flossen seitdem direkt in die Stiftung.

Wie eng zahlreiche Menschen mit dem Michel verbunden sind, zeigt das gerade freigeschaltete Geschichtenportal www.Unser-Michel.de. Dort berichtet unter anderem der Seemann Welf Schiller über seinen ganz persönlichen Heimathafen. Das Geburtstagsfest beginnt am 15. Mai, 15 Uhr, in der Kirche. Die Party wird von Anke Harnack moderiert. Um 18 Uhr startet der Festgottesdienst mit dem Chor St. Michaelis und einem Blechbläserensemble der Hochschule für Musik und Theater. Gäste sind auch ohne Anmeldung willkommen.